Ausstellung

Wasserburg Sachsenhagen 1.11. 11:00 – 29.11. 18:00 Uhr

Judith Kisner war Artist-in-Residence der Schaumburger Landschaft in Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HfBK).

Mit dem zweimonatigen Artist-in- Residence-Stipendium soll einer jungen Künstlerin bzw. einem Künstler der Hochschule die Möglichkeit gegeben werden, Schaumburgs Geschichte und Kultur näher kennenzulernen und die potentiellen „Freiräume“ des Schaumburger Lands künstlerisch zu verarbeiten. Grundlage dafür sind die interessanten räumlich-historischen Bezüge zwischen Schaumburg und Hamburg: Adolf I. von Schauenburg erhielt im Jahr 1110 das Lehen für die Grafschaften Holstein und Stormarn, zu denen auch Hamburg gehörte. Mit der Gründung der Neustadt im Jahr 1188 lockte Adolf III. zahlreiche Kaufleute in die Hansestadt.

Von 18 eingegangenen Bewerbungen hatte die Auswahlkommission der HfBK Judith Kisner als Stipendiatin ausgewählt. Judith Kisner ist eine deutsch-niederländische Malerin und Installationskünstlerin, die an der Hochschule der Künste Arnheim und an der Kunstakademie Düsseldorf studiert hat. Den Master of Fine Arts hat Judith an der HFBK Hamburg in der Klasse von Jutta Koether und Astrid Mania absolviert. Judith Kisner hat ihre Werke bereits in Einzel- und von ihr initiierten Gruppenausstellungen u.a. in Hamburg, Amsterdam, New York, Prag und Hangzhou (China) gezeigt. Judith Kisner wurde von der Fonds BKVB, Amsterdam, und während ihres Masterstudiums durch das Deutschlandstipendium gefördert. 2020/21 ist sie außerdem Stipendiatin im Programm stART.up der Claussen-Simon-Stiftung. In ihren künstlerischen Arbeiten legt Judith Kisner den Fokus auf abstrakte Malerei. Außerdem beschäftigt sie sich intensiv mit Stoffen, im Moment vor allem mit Keilen als einem alten Werkzeug für Malerinnen und Maler.

Während ihres Aufenthalts im Schaumburger Land wird Judith Kisner ein begehbares Bild aus Stoffkeilen entwickeln im Sinne eines „Safe Space“ – gerade in Zeiten von Corona ein interessantes Thema. Dabei werden sich sicherlich Details mit Schaumburg-Bezug finden lassen, sei es in den Stoffen selbst bzw. in Stickereien, Objekten oder kleinen Schriftzügen. Die Ergebnisse ihrer Arbeit zeigt die Stipendiatin vom 8. bis 29. November in einer Ausstellung in der Wasserburg Sachsenhagen. Die Vernissage wird am Sonntag, dem 1. November, um 11 Uhr stattfinden.