Erfahrungsbericht
Begeistert für Wirtschaft & MINT

 

Interview mit Arthur Abs, Alumnus bei Begeistert für Wirtschaft & MINT

Arthur Abs aus Bonn hat bis zu seinem Abitur im Sommer 2017 zwei Semester lang neben der Schule erste Studienerfahrungen gesammelt: Als Stipendiat des Förderprogramms Begeistert für Wirtschaft & MINT besuchte er am Standort Bonn der FOM Hochschule für Oekonomie & Management Lehrveranstaltungen in den Fächern Human Resources und Business Administration. Hier berichtet er von seinen Erfahrungen.

Warum haben Sie sich für Begeistert für Wirtschaft & MINT beworben?

„Wir leben in einer Zeit, in der technische Innovationen und kaufmännisches Know-how immer stärker zusammenwachsen. Deshalb ist die Ausrichtung des Stipendiums meines Erachtens zukunftsweisend und bietet hervorragende Voraussetzungen für eine berufliche Perspektive mit viel Potential. Die Bandbreite der Studienfächer ist sehr groß. Es lassen sich zahlreiche Schnittstellen zwischen den Fachbereichen finden und nach persönlichen Interessen und Fähigkeiten kombinieren.

Die Möglichkeit, bereits während der Schulzeit zu studieren, ist wohl einmalig in Deutschland und hat mich sofort begeistert. Mich hat die Vorstellung fasziniert, neben der schulischen Praxis nach Lehrplan die Eigenständigkeit eines Studiums zu einem frühen Zeitpunkt kennenzulernen. Ich war sehr gespannt und neugierig auf die Uni. Zudem wollte ich schon seit längerem Wirtschaftsthemen vertiefen und thematische Schwerpunkte erarbeiten.“

Welche Erfahrungen haben Sie seit Beginn des Stipendiums und durch die Förderung gemacht?

„Viele … Angefangen mit der Erfahrung, abseits von Schulfreunden und über Jahre hinweg gewohnten Lehrern anonym in einem großen Hörsaal auf sich allein gestellt zu sein. Man muss sich aktiv darum bemühen, andere Studenten kennenzulernen und Arbeitsgruppen zu bilden. Denn auch hier, vielleicht sogar noch mehr, gilt es, sich zu unterstützen und miteinander zu lernen. Gerade als „junges Greenhorn“ braucht man ein paar Tipps und Anleitungen. Vorlesungen können sehr abstrakt sein, Professoren unterrichten ja nicht im eigentlichen Sinne, sondern dozieren. Deshalb müssen auch die Skripte intensiv abgearbeitet werden. Das Lernen ist also völlig anders als in der Schule und man könnte leicht die Orientierung verlieren. Ich habe während des Programms neben den eigentlichen Fachthemen also sehr viel für ein effektiveres Lernen, strukturierteres Vorbereiten von Klausuren und über die Vorteile von Teamfähigkeit erfahren. Das ist unschätzbar.“

Wie würden Sie den Mehrwert des Stipendiums für Sie persönlich beschreiben?

„Generell: Professionalisierung, Wissen, Spaß und Motivation. Im Besonderen: beste Vorbereitung fürs Abitur und das dann intensiv beginnende Studium. Das Leben als Stipendiat der Claussen-Simon-Stiftung: spannend, familiär und persönlich, in jeder Hinsicht bereichernd.

Worauf freuen Sie sich im weiteren Verlauf? Was nehmen Sie mit für die Zeit nach der Förderung?

„Ich weiß jetzt noch genauer, was und wie ich studieren will.“

Was raten Sie Oberstufenschülerinnen und -schülern, die ebenfalls überlegen, schon während der Schule Lehrveranstaltungen an der Hochschule zu besuchen?

„Seid neugierig und traut Euch! Viele befürchten - das habe ich durch Gespräche selbst erfahren - dass ein solches Programm zu anstrengend neben der Schule sein könnte. Manche haben auch Angst, dass ihre Abi-Note darunter leiden könnte. Das Gegenteil ist aber der Fall: Man wird richtig fit für derartige Prüfungen. Wie eben schon gesagt, man lernt in einem so frühen Studium wertvolle Arbeits- und Lernmethoden, die man auch auf andere Bereiche anwenden kann. Ganz praktische Tipps wären: Nehmt Euch für den Anfang nicht zu viel vor. Lieber eine Klausur richtig erfolgreich vorbereiten, als sich mit vielen Vorlesungen verzetteln. Sucht Euch schnell Kommilitonen, mit denen Ihr Arbeitsgruppen bilden könnt; sprecht die Professoren nach den Vorlesungen direkt an, wenn Ihr etwas nicht verstanden habt und lest Euch gut die Skripte durch!“