Stimmen unserer Geförderten
Horizonte

 

»Das Horizonte-Förderprogramm ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Horizonterweiterung in vielerlei Hinsicht. Durch die Teilnahme an vielfältigen Seminar- und Workshopangeboten sowie die Umsetzung persönlicher Entwicklungsziele gewinne ich neue Kompetenzen. So nehme ich den Prozess meiner individuellen Professionalisierung im Förderzeitraum sehr bewusst wahr. Die hier gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen helfen mir in meinem Studium und bereiten mich auf meinen Beruf vor. Dank anregender Begegnungen mit anderen Geförderten erweitere ich meine Perspektiven. Unsere Gruppe teilt Wertvorstellungen wie Optimismus, Weltoffenheit und Toleranz, was Verbundenheit schafft. Wir alle verfolgen unsere Ziele selbstbewusst. Ich habe im Horizonte-Förderprogramm Freunde fürs Leben gewonnen, die ich schätze und die mich sehr bereichern.«

Marwa Zazai
Horizonte-Alumna, Jahrgang 2017

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»Ich bin sehr glücklich, von den vielen großartigen Angeboten der Horizonte-Förderung profitieren zu können. Im Seminar zur eigenen Migrationsgeschichte wurde mir beispielsweise bewusster, dass ich durch meinen Migrationshintergrund etwas Besonderes zu meinem zukünftigen Beruf beitragen kann. Auch über individuelle Zielfindung, Diversität, Konfliktmanagement oder Elternarbeit habe ich viel gelernt, sodass ich mein Umfeld inzwischen anders wahrnehme. Die Veranstaltungen und der Austausch innerhalb der Stipendiatengruppe ermöglichen es mir, Inhalte zu entdecken und zu reflektieren, die im Universitätscurriculum nicht oder nur in geringem Maße aufgegriffen werden. Ich konnte eine bewusstere Haltung, Sensibilität für interkulturelle Themen und Handlungsstrategien im pädagogischen Kontext weiterentwickeln.«

Özcan Üsendi
Stipendiat bei Horizonte seit 2018

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»Das Horizonte-Stipendium ist für mich in vielerlei Hinsicht eine große Bereicherung! In den Workshops lerne ich praxisnahe Inhalte aus dem Kontext Schule, die im Studium zu kurz kommen. Zudem kann ich meine eigenen Ziele verfolgen - mit professioneller und finanzieller Unterstützung. Ich habe ein sehr wertvolles Netzwerk von spannenden und sensiblen Menschen dazugewonnen und bin jetzt besser für die Schule gewappnet.«

Anna Lubiser
Horizonte-Alumna, Jahrgang 2017

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»Ich habe die vergangenen Monate sehr positiv verlebt. Ein Teil des Horizonte-Programms zu sein ist vergleichbar mit der Zugehörigkeit zu einer Familie. Im Kern haben alle Mitglieder etwas miteinander zu tun, und man findet viele Anknüpfungspunkte, aber trotzdem ist jeder auf seine eigene Weise individuell und färbt das ganze Team mit. Ich habe ausnahmslos alle Menschen ins Herz geschlossen, die ich in den letzten Monaten in der und durch die Stiftung kennengelernt habe.«

Raman Goswami
Horizonte-Alumnus, Jahrgang 2016


 

Aybike Savaç ist in Hamburg aufgewachsen und hat am Gymnasium Hamm ihr Abitur gemacht. Ihre Eltern stammen aus der Türkei. Seit dem Wintersemester 2016/17 studiert sie an der Universität Hamburg gymnasiales Lehramt (Master) für Deutsch und Philosophie. Von 2016 bis 2018 war Aybike Savaç Stipendiatin der Claussen-Simon-Stiftung im Förderprogramm Horizonte. Sie engagiert sich am Hamburger Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI) im Netzwerk für Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte, mittlerweile ist sie dort auch im Sprechergremium. Außerdem arbeitet Aybike Savaç als studentische Hilfskraft am Fachbereich Allgemeine, Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft (DiVER – Diversity in Education Research Group) der Universität Hamburg. Seit ihrer Schulzeit unterstützte sie die Schulbehörde bei der Organisation der Sprachfeststellungsprüfungen in den Herkunftssprachen.

Warum haben Sie sich für das Horizonte-Förderprogramm beworben?

"Die Themen Diversität, Bildungsgerechtigkeit und Interkulturalität begleiten mich schon seit meiner eigenen Schulzeit. Auch bei dem Wunsch, Lehrerin zu werden, haben meine persönlichen Erfahrungen eine Rolle gespielt. Im Hinblick auf mein Selbstverständnis als Lehrerin mit Migrationsgeschichte und mein besonderes Augenmerk auf diese Faktoren im schulischen Kontext habe ich über das Studium hinaus nach spezifischem Input gesucht. Das Horizonte-Stipendium eröffnet mir viele neue Möglichkeiten, für die ich sehr dankbar bin. Ich bin von der ideellen Förderidee total überzeugt."

Welche Erfahrungen haben Sie seit Beginn des Stipendiums und durch die Förderung gemacht?

"Toll und bereichernd war das Zielfindungsseminar zu Anfang des Stipendiums: Wir haben in der Gruppe und in Einzelcoachings sehr intensiv gearbeitet und individuelle Ziele entwickelt. Gerade das Einzelcoaching war überwältigend, ich fühlte mich sehr gesehen. Das war eine nachhaltige und sehr motivierende Erfahrung. Und das bestärkt mich, meinen Weg weiterzugehen. Das Stiftungsteam leistet eine tolle Arbeit, ich freue mich, als Stipendiatin zur Stiftung dazuzugehören."

Wie würden Sie den Mehrwert des Stipendiums für sich persönlich beschreiben?

"Die Zusatzangebote, die ich im Rahmen der ideellen Förderung wahrnehmen kann, empfinde ich sie als sehr bereichernd. Wir erhalten viel Raum zur Selbstreflexion, was ich sehr schätze. Menschliche Reife und große Reflexionsfähigkeit sind für gute Lehrkräfte immens wichtig. Im normalen Studienbetrieb werden die Inhalte selten auf das Menschliche heruntergebrochen. Genau das erlebe ich jetzt im Coaching: Durch die vielfältigen Möglichkeiten zur Reflexion und die persönliche Auseinandersetzung mit unserer Rolle als Lehrkraft mit Migrationsgeschichte werden wir wahrscheinlich im Referendariat auf die Herausforderungen des Schulalltags besser vorbereitet sein. Und wir sind ein sehr netter Stipendiatenjahrgang, wir verstehen uns gut und sind auch neugierig auf unsere Geschichten."

Worauf freuen Sie sich im weiteren Verlauf?

"Nach der Zieldefinition geht es nun darum, konkrete Schritte zu machen. Das wird noch einmal ein sehr spannender Prozess. Ich habe mir zum Beispiel als Ziel gesetzt, mich als Mediatorin ausbilden zu lassen. Dazu passt das demnächst anstehende Seminar zum Thema Konfliktmanagement im Kontext Schule. Auch auf die weiteren Fortbildungsangebote und die Arbeit mit den anderen Stipendiatinnen und Stipendiaten freue ich mich. Ich bin überzeugt, dass wir von der ideellen Förderung für unsere pädagogische Arbeit sehr profitieren."

Inwieweit hilft das Stipendium Ihnen dabei, Ihre Rolle als Lehrerin mit Migrationsgeschichte zu leben und zu vermitteln?

"Es reicht nicht, selbst eine Migrationsgeschichte mitzubringen. Gerade als Lehrkraft, die sich mit vielen unterschiedlichen Migrationshintergründen und den daraus entstehenden Dynamiken im Schulalltag auseinandersetzen muss und will, gehört eine systematische interkulturelle Schulung zum Handwerkszeug dazu. Zusätzlich zum Bewusstsein für die besonderen Herkunftsgeschichten. Ich lebe diese Rolle sehr bewusst und möchte für meine Schülerinnen und Schüler ein positives Vorbild sein, möchte sie zu größerem Selbstvertrauen ermutigen: Sie sollen lernen, sich nicht von institutionellen Hindernissen aufhalten zu lassen und ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass sie ihren Weg gehen können. Das ist etwas, das ich ihnen bewusst vorleben und mitgeben möchte. Die Weiterbildungs- und Reflexionsangebote im Rahmen des Stipendiums, die konzentrierte Auseinandersetzung mit mir und meiner Geschichte und ihrer Bedeutung für mein Leben als Lehrerin helfen mir dafür sehr."