Claussen-Simon-Wettbewerb für Schulen
Claussen-Simon-Wettbewerb für Schulen

 

Projekttagebuch der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg

"Aufbau eines Wirtschafts-Kompetenz Studios"

Gewinner beim Claussen-Simon-Wettbewerb für Schulen 2012
Projektleiter: Uwe Debacher

 

Stadtteilschule Richard-Linde-Weg: Aufbau eines Wirtschafts-Kompetenz Studios

Wirtschaftliche Kompetenz wird den Oberstufenschülern momentan hauptsächlich über die Mitarbeit in der Schülerfirma Netthelp (www.netthelp.de) vermittelt. Netthelp ist ein im Raum Bergedorf fest etabliertes Projekt der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg, in dem Schüler reale Aufträge aus den Bereichen Computer-Service und Internetbetreuung bearbeiten.

Die Arbeitsweise von Netthelp ist sehr stark kooperativ. Es arbeiten Schüler mehrerer Schulen mit, und auch ein externer Partner, das Kinderkulturhaus Lohbrügge (www.kiku-hh.de), ist über seine Räumlichkeiten und die technische Ausstattung eingebunden.

Wesentlicher Teil des Netthelp-Konzeptes ist die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern. Uwe Debacher, der betreuende Lehrer, ist lediglich Berater. Die Geschäftsführung wird von den Schülern selbstständig übernommen. Da jahrgangsübergreifend gearbeitet wird, erfolgt ein großer Teil des Wissenstransfers direkt von den älteren Schülern zu den jüngeren Schülern. Diese kooperative Art von Unterricht ermöglicht die sehr hohe Qualität der Dienstleistungen von Netthelp.

Das Projekt Netthelp wird als Keimzelle für das hier beschriebene Vorhaben dienen und einen gewissen Erfahrungshintergrund liefern.

Die Mitarbeit bei Netthelp bewirkt bei den Schülern deutlich mehr als die Vermittlung von technischen und wirtschaftlichen Grundlagen, sie hilft beim Entwickeln von:

Problemlösungsstrategien,

fördert vernetztes Denken,

stärkt das Selbstbewusstsein und

generell die Selbstständigkeit der jungen Menschen.

Diese Schlüsselqualifikationen sind wichtige Voraussetzungen, um in der Lebens- und Arbeitswelt der heutigen Zeit bestehen zu können.

Der Erwerb von wirtschaftlicher Kompetenz soll in den nächsten Jahren verbindlicher werden. Dazu ist die Einrichtung eines speziellen Raumes als 'Wirtschafts-Kompetenz Studio' beabsichtigt. Vorlage für dieses 'Wirtschafts-Kompetenz Studio' ist das 'LEGO Education Innovation Studio', welches die Schule im September 2011 ein­richten konnte. Dieses Studio dient dazu, das Interesse an Naturwissenschaft und Technik zu fördern. Dafür hat die Schule diesen speziellen Fachraum ein­gerichtet, der schon durch seine Ausstattung deutlich macht, dass Naturwissen­schaften und Technik Spaß bringen (www.richard-linde-weg.de/naturwissenschaft.html). Der Raum steht auch anderen Schulen im Bezirk zur Verfügung.

Eine ähnliche Konzeption steckt hinter dem 'Wirtschafts-Kompetenz Studio'. Hier soll ein multifunktionaler Raum eingerichtet werden, der einem Sitzungszimmer in der Führungsetage eines größeren Unter­nehmens nachempfunden wird. Schüler und Lehrer verlassen beim Betreten dieses Raumes ihre übliche Rolle und werden zu Mitarbeitern eines Unternehmens.

Dieses Studio wird dann u.a. folgendermaßen genutzt werden:

In der Oberstufe bietet die Schule momentan die Profile 'Mensch und Medien', 'Verantwortung der Naturwissenschaften' und 'Die gesellschaftliche Bedeutung des Sports' an. Diese Profile wurden im letzten Schuljahr zusammen mit den Vorstufenschülern entwickelt. Zusammen mit den Schülern wird nun ein weiteres Profil erarbeitet, welches einen wirtschaftlichen Schwerpunkt bekommt. In der Diskussion sind momentan Fächerkombinationen aus Wirtschaft, einer Fremdsprache und Geschichte. Möglich geworden ist diese Schwerpunktsetzung dadurch, dass junge Kollegen mit dem Unter­richtsfach Wirtschaft angeworben werden konnten. Für diesen Profilkurs wird einer der beiden Profiltage im 'Wirtschafts-Kompetenz Studio' stattfinden.

Die Schule ist dabei, eine Kooperation mit einem Profi-Fußballverein zu vereinbaren. Im Rahmen dieser Kooperation werden u.a. die Schüler des Wirtschafts-Profiles auch die Führungs­etage des Vereins kennenlernen. Für Gegenbesuche steht dann ein angemessener Raum zur Verfügung. Entsprechende Kontakte zu weiteren Vereinen und Unternehmen werden noch gesucht.

Es ist wichtig, die Schüler möglichst früh an wirtschaftliche Themen heranzuführen. Die Schule richtet in den Klassenstufen 9 und 10 Profilklassen ein. Eine davon wird im kommenden Schuljahr die Profil­klasse 'Wirtschaft' sein. Diese Klasse könnte dazu dienen, eine weitere Schülerfirma zu etablieren. Auch diese Klasse kann zukünftig ihren Profiltag im 'Wirtschafts-Kompetenz Studio' verbringen.

Generell soll im Fach PGW (Politik/Gesellschaft/Wirtschaft) der Wirtschafts-Teil stärker gefördert werden. Dazu werden vermehrt Planspiele und Simulationen eingesetzt, für die der Raum die passende Umgebung liefert.

Der Raum wird auch anderen Schulen im Bezirk für Wirtschaftssimulationen und Planspiele zur Verfügung stehen.

Die wöchentlichen Netthelp-Sitzungen werden zukünftig in diesem Raum stattfinden, er muss daher über eine entsprechende Ausrüstung mit Computern und Projektionstechnik verfügen.

Netthelp hat bereits mehrfach Kurse für Lehrer, Eltern und Schüler angeboten, mit Themen wie Einführung in die Textverarbeitung und sicheren Umgang mit dem Internet. Die Realisierung dieser Kurse stieß aber oft auf Probleme mit der Ausrüstung und den Öffnungszeiten der schulischen Computerräume. Das 'Wirtschafts-Kompetenz Studio' wird die Möglichkeit bieten, vermehrt derartige Kurse anzubieten. Die Schüler in der Rolle der Lehrer bzw. Berater haben sich generell sehr bewährt.

Bisher hat es für Netthelp nicht viel externe Beratung gegeben. Zukünftig soll im 'Wirtschafts-Kompetenz Studio' auch professionelle Buchhaltungssoftware zur Verfügung stehen, damit die Schüler deren Nutzung kennenlernen. Für die Einführung in die Buchhaltung sollen externe Experten eingeladen werden.

Bei technischen Fragestellungen wäre es sinnvoll, externe Experten einladen zu können. Netthelp arbeitet z.B. viel mit dem CMS Typo3. Einer der Entwickler von Typo3 stammt aus dem Berge­dorfer Raum und ist ein ehemaliger Schüler von Uwe Debacher. Da er in Berlin lebt, wäre eine Veranstaltung mit ihm auf alle Fälle mit Reisekosten verbunden.

Auch für spezielle Computerthemen, wie z.B. 'Nutzung von Photoshop' und 'Erstellen von Videoclips für die Homepage' wäre eine Einführung durch externe Experten sinnvoll, anschließend könnte Netthelp dann auch zu diesen Themen Kurse anbieten.

Neben diesen Planungen um das 'Wirtschafts-Kompetenz Studio' herum gibt es eine Reihe von weiteren Vor­haben.

Kunst und Kultur sollen in diesem Projekt ebenfalls ihren Platz finden. Dazu werden gemeinsame Projekte mit dem Kinderkulturhaus entwickelt. Das beginnt beim Design der Homepages und geht bis zur Bühnentechnik.

Netthelp will versuchen, stärker mit anderen Schülerfirmen zu kooperieren. Das betrifft hauptsächlich Schülerfirmen in Hamburg und seinem Umland. Jede Schülerfirma muss sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen auseinandersetzen und Möglichkeiten finden, die ersten Aufträge zu akquirieren und zu bearbeiten. Hier kann Netthelp mit seinen Erfahrungen und der technischen Infrastruktur Anschub-Hilfe leisten.

Geplant ist die Erstellung einer Handreichung für Schülerfirmen, das hilft einerseits neuen Mitgliedern, dabei Netthelp kennenzulernen, hilft aber auch Firmen an anderen Schulen.

Gesucht wird auch nach Partnerschaften im benachbarten Ausland, speziell in Holland oder in Südtirol.

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Redakteurin: Angelika Maijer

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Der erste Durchlauf des Profils "Schülerfirma" ist mit 18 Abiturientinnen und Abiturienten erfolgreich zu Ende gegangen. Herzlichen Glückwunsch euch allen! Neben dem Abitur nehmen die Schülerinnen und Schüler viele wichtige Erfahrungen mit in ihr zukünftiges Leben.
 
· eine grundlegende Ausbildung im Bereich Wirtschaft
· Kenntnisse in Businessenglisch und das Cambridge Zertifikat
· die Erfahrung einer eigenen Unternehmensgründung
· eine tolle Londonreise mit verschiedenen Betriebserkundungen
· viele Expertenvorträge und Kontakte in die freie Wirtschaft.
 
Die Anmeldezahlen für das kommende Jahr bestätigen das große Interesse an dem Profil. Die Schülerinnen und Schüler haben erkannt, wie wichtig ökonomische Bildung für sie ist.
Dies haben wir zum Anlass genommen, um auch unsere 10. Klassen zu fördern. Im kommenden Jahr bieten wie einen Wahlpflichtkurs "Schülerfirma" für unseren Jahrgang 10 an.
 
Der jetzige Jahrgang 12 freut sich schon sehr auf die Profilreise nach London und ist schon kräftig in der Planung!
 
In der Fachschaft arbeiten mittlerweile sechs Kolleginnen und Kollegen an der Weiterentwicklung unserer Sek I und Sek II Profile. Eine nachhaltige Wirtschaftskompetenzförderung wird so gewährleistet.
 
Für das Schuljahr 2016/2017 planen wir die Einrichtung eines Lernbüros, in dem kaufmännische Tätigkeiten, analog zu einem richtigen Büro, simuliert werden können.
 
Die Reise ist also noch lange nicht zu Ende und wir möchten uns nochmal rechtherzlich bei der Claussen-Simon-Stiftung für die Fördermittel bedanken.

Redakteur: Claussen-Simon-Stiftung

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Das erste Schuljahr im Oberstufenprofil Schülerfirma ist erfolgreich zu Ende gegangen. Das Fach Wirtschaft ist im Profil Schülerfirma profilgebend, Englisch wird profilbegleitend unterrichtet.
 
Das Schuljahr begann mit der Eröffnung des neuen Kompetenzzentrums Schülerfirma. Seitdem ist einiges passiert:
 
 
•    Der Wirtschaftsraum ist ausgestattet und eingerichtet.
•    Die Schülerinnen und Schüler der Profilklasse wurden neben dem regulären Unterricht auch von externen Referenten der HSBA Hamburg School of Business Administration unterrichtet.
•    Die Profilklasse lernte bei einer Betriebsbesichtigung die Otto Group kennen.
•    Eine Schülerfirma wurde gegründet.
•    Eine Studienreise nach London wurde durchgeführt.
•    Insgesamt konnten vier Wirtschaftsprofilklassen eingerichtet werden (zwei in der 9. Klasse sowie zwei Oberstufenklassen).
•    Eine Wirtschaftsfachschaft wurde gegründet.
•    Als Sprachkomponente wird von den Profilklassen das Cambridge Zertifikat angestrebt.
 
Auch personell schreitet der Ausbau des Bereichs voran: Ab dem kommenden Schuljahr wird die Schule durch einen weiteren Kollegen mit dem Unterrichtsfach Wirtschaft unterstützt.
 

Redakteur: Claussen-Simon-Stiftung

In der Stadtteilschule Richard-Linde-Weg wird in den Sommerferien das Wirtschafts-Kompetenzstudio eingerichtet. Die einzelnen Bauteile wurden bereits geliefert und auf dem Schulgelände aufgebaut.

Das Kompetenzstudio

Das Studio wird dem Sitzungsraum eines größeren Unternehmens nachempfunden. Im Konferenzbereich mit Besprechungstisch werden auf Monitoren die aktuellen Börsenkurse zu sehen sein. Die flexiblen Büroarbeitsplätze sind mit Laptops ausgestattet, an denen die Mitarbeiter ihrer Arbeit nachgehen können.

Das Oberstufenprofil

24 Oberstufenschüler starten nach den Sommerferien in diesem Raum das Oberstufenprofil 'Schülerfirma'. Auch Exkursionen und Vorträge externer Experten, insbesondere von Professoren der HSBA Hamburg School of Business Administration, sind im Unterrichtsplan fest verankert.