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#Schule in Zeiten von Corona #Bildung

„Ich erinnere mich an die lächelnden Gesichter!“

Dr. Jochen Schnack, Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg

Über den Einsatz ausländischer Fremdsprachenassistentinnen und Fremdsprachenassistenten an Hamburger allgemeinbildenden Schulen im Schuljahr 2019/2020

Die Claussen-Simon-Stiftung fördert seit vielen Jahren den Einsatz von Fremdsprachenassistenzen an Hamburger Schulen. Hinter diesem sperrigen Wort verbergen sich junge Menschen, die aus ihrem Heimatland nach Deutschland kommen, um die Lehrkräfte an Hamburger Schulen im Fremdsprachenunterricht zu unterstützen. Mit viel Kreativität und persönlichem Einsatz lesen sie den Schülerinnen und Schülern vor, sprechen mit ihnen in ihrer Herkunftssprache, singen und tanzen mit ihnen und berichten aus ihrer Heimat. Für viele von ihnen ist die Zeit in Hamburg unvergesslich, für die Hamburger Schülerinnen und Schüler ist die Zeit mit den Fremdsprachenassistenzen eine großartige Bildungsgelegenheit. Das wird nicht zuletzt aus den Rückmeldungen deutlich, die wir von den Nachwuchskräften erhalten. Einige wenige Beispiele:

„Es gibt keine Wörter, um auszudrücken, wie viel ich gelernt habe.“

„Dieses Jahr war eins der besten meines Lebens.“

„Am allerwichtigsten ist mir, dass ich die Fähigkeit entwickelt habe, mit Menschen unterschiedlichster Denkweisen, Alter, Herkunft und Charakter umzugehen.“

Fast alle Fremdsprachenassistenzen beurteilen ihre Zeit in Deutschland ausgesprochen positiv, und ihre Mentorinnen und Mentoren an den Hamburger Schulen sehen dies ebenso und möchten auf diese Unterstützung nicht mehr verzichten. Dementsprechend steigt die Zahl der Anträge für dieses Programm kontinuierlich an, und auch in Corona-Zeiten hat es keinen Einbruch gegeben. Das Programm leistet einen wichtigen Beitrag zum internationalen Austausch und zum Zusammenwachsen von Europa.

Zum Hintergrund

Das Programm Fremdsprachenassistenz wird durch den Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz (PAD) sowie für Hamburg durch die Behörde für Schule und Berufsbildung koordiniert. Die Assistenzkräfte sind 20 bis 25 Jahre alt und haben ein mindestens zweijähriges Studium der Germanistik bzw. anderer Fächer mit Deutsch im Nebenfach in ihrem Heimatland absolviert.

Da die Assistenzkräfte überwiegend aus europäischen Ländern stammen, sind sie ein wichtiger Faktor bei der Entwicklung der erwünschten "Europakompetenz". Weltweit sind 14 Staaten am Programm beteiligt. Es können Assistenzkräfte mit der Herkunftssprache Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch und Chinesisch eingesetzt werden. Entsprechend des Umfangs des Fremdsprachenunterrichts in den Schulen besteht der größte Bedarf an englisch- und spanischsprachiger Unterstützung.

 

Foto: https://www.kmk-pad.org/programme/fremdsprachenassistenzkraefte.html

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