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Unsere Geförderten

Wissenschaftlich-künstlerische Forschung

Jan Philipp Stange ist Regisseur, Autor und Kurator und ab Oktober 2022 Stipendiat im Bereich der wissenschaftlich-künstlerischen Forschung in der Claussen-Simon-Stiftung. In seiner künstlerischen Praxis realisiert er Arbeiten zwischen Theater und Performance an Stadttheatern und freien Produktionshäusern. Die Inszenierungen befassen sich konzeptionell mit der Veränderbarkeit von Zeichen, Fiktionen und Gesellschaften. Oft eignen sich die Arbeiten alltägliche Praktiken, Situationen und Charaktere an, theatralisieren und exponieren diese. Mit verschiedenen Methoden der künstlerischen Forschung reflektieren sie gleichzeitig ihre eigenen Bedingungen, um das Dispositiv des Theaters auch selbst zu befragen. 

Jan Philipp Stange promoviert an der Goethe-Universität Frankfurt und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Dabei untersucht er Entfremdung und Entgrenzung als Begleiterscheinungen und Produktivkräfte künstlerischen Arbeitens sowie die daraus entstehenden Wechselwirkungen im Hinblick auf das Entstehen künstlerischer Biografien, Selbstbilder und Arbeitsprozesse. 

www.janphilippstange.com

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Jan Philipp Stange

Wissenschaftlich-künstlerische Forschung

Dritter Inhaber des Opernstipendiums ist seit 1. Oktober 2022 Clemens K. Thomas. Für die opera stabile der Hamburgischen Staatsoper wird er unter dem Titel "Dollhouse" ein Musiktheaterstück, komponieren, das in der Spielzeit 2024/25 zur Uraufführung kommen wird. Parallel dazu wird er im Rahmen unseres Stipendienprogramms Dissertation Plus eine künstlerisch-wissenschaftliche Dissertation erarbeiten, in der sich mit Strategien transmedialen Storytellings im Spannungsfeld zwischen Kunst, Vermittlung und Marketing beschäftigen wird.

1992 in Karlsruhe geboren, studierte Clemens K. Thomas an der Hochschule für Musik Freiburg Komposition bei Prof. Johannes Schöllhorn und Prof. Cornelius Schwehr sowie Cembalo bei Prof. Dr. Robert Hill. Seine zentralen Interessen gelten der kreativen Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition, der vokalen Musik (insbesondere Musiktheater) sowie der Begegnung zwischen Alltagsobjekten und Musikinstrumenten. Immer wieder geht es in seinen Kompositionen um das Spiel und das Spielerische, die Welt der Spielenden, das Spielzeug, das Instrumentalspiel. Sein Portfolio umfasst neben vokalen und musiktheatralen Stücke auch raumbezogene Kompositionen für Konzerte im Bergwerk oder in einem Bus sowie installative Arbeiten.

 

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Clemens Thomas (c) Marc Doradzillo

Wissenschaftlich-künstlerische Forschung

Natis (Hasan Aksaygın) ist Konzeptmaler mit großem Interesse an forschungsbasierten Arbeitsmethoden und ab März 2022 Stipendiat im Bereich der wissenschaftlich-künstlerischen Forschung in der Claussen-Simon-Stiftung. In seiner künstlerischen Praxis schafft, verkörpert und instrumentalisiert er verschiedene performative Künstler:innenpersönlichkeiten oder Alter Egos, die das soziale Verständnis und die Rolle von Künstler:innen als Subjekte herausfordern. Diese Alter Egos befassen sich mit verschiedenen Themen wie persönlicher oder kollektiver Erinnerung und Vergesslichkeit, spekulativer (nicht)linearer Temporalität, Gender, Postkolonialismus und neuem Materialismus.

Er promoviert an der Hochschule für bildende Künste Hamburg über kunsthistorische und zeitgenössische Alter Egos von bildenden Künstler:innen und stellt die Frage, wie und warum diese mentalen und physischen Transformationen vollzogen werden.

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Natis (Hasan Aksaygın) (c) Davit Giorgadze

Opernstipendium 2018-2021

Lorenzo Romano ist der Inhaber des zweiten Kompositions- und Promotionsstipendiums der Claussen-Simon-Stiftung, der Hamburgischen Staatsoper und des Instituts für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater. Der Italiener, der in Florenz und Graz Violoncello und Komposition studierte, überzeugte mit seinem Opernkonzept „La Luna“ sowie seinem Dissertationsprojekt zum Thema „Hören als kreativer Akt“.

Am 24. Juni 2022 feierte seine Kammeroper "La Luna" Premiere an der opera stabile der Staatsoper Hamburg. Worum geht es? Obwohl der Mond leuchtet, verbraucht er keine Energie. Auf seiner Oberfläche zeigt sich ein Mann, gebeugt unter einer schweren Last. Doch es ist nur ein Spiel von Schatten und Licht. Der Mond bewirkt Springfluten, macht süchtig, und in seinem Schein verwandeln sich Menschen in Wölfe. Früh schon phantasierte man über einen Flug zum Mond, vermutete dort unschätzbare Goldvorräte und fragte sich, was wohl für den Erdbewohner verborgen auf der „dark side of the moon“ liegt. Der Mond ist staubig und eiskalt. Alle Phantasien über ihn waren wärmer und aufregender. Für eine kurze Phase tummelten sich unförmige Erdlinge auf seiner Oberfläche, dann war wieder Ruhe. Seither wartet der Mond misstrauisch auf Touristen oder befürchtet eine Invasion, weil denen auf der blauen Kugel da unten mit dem Klima etwas gründlich schiefgegangen ist.

Hamburger Abendblatt vom 26.6.2022: "„La Luna“ ist eine der gelungensten Produktionen der Hamburgischen Staatsoper: intelligentes und unterhaltsames Musiktheater."

Inszenierung: Ron Zimmering
Bühnenbild: Ute Radler
Kostüme: Benjamin Burgunder
Video: Jonas Link 
Klangregie, Liveelektronik: Davide Gagliardi 
Dramaturgie: Johannes Blum 

Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper und die J.J. Ganzer Stiftung 

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Lorenzo Romano
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Opernstipendium 2015-2018

Der australische Komponist Samuel Penderbayne war Inhaber des ersten Opernstipendiums und schrieb im Auftrag der Hamburgischen Staatsoper eine Musiktheaterkomposition. Dieses Werk mit dem Titel „I.th.Ak.A“ wurde am 6. April 2018 an der opera stabile der Hamburgischen Staatsoper zur Uraufführung gebracht. Parallel dazu promovierte er an der Hochschule für Musik und Theater über die Verbindung moderner Musikgenres mit der klassischen Kompositionstradition.

"Die Erfahrungen, die ich durch das Opernstipendium gemacht habe, werden mein Leben und meine ganze Karriere prägen. Ich hatte drei Jahre ganzheitliche Unterstützung auf höchstem Niveau: Betreuung meiner Doktorarbeit, professionelle Karriereberatung, einen künstlerischen Auftrag, von dem man sonst nur träumen kann, und ausreichende finanzielle Sicherheit. Hier wird ein Programm angeboten, das eine vollständige Konzentration auf die Kunst zur entscheidendsten Zeit der künstlerischen Entwicklung ermöglicht." Dr. Samuel Penderbayne
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Sam Penderbayne

Trailer zu "I.th.Ak.A"

YouTube-Video

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(c) Staatsoper Hamburg
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Lini Gong in "I.th.Ak.A" (c) Jörg Landsberg