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We Present

Förderung der Nachwuchsplattform für Hamburger Performancekünstler:innen

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WE PRESENT ist eine Nachwuchsplattform für Hamburger Performancekünstler:innen und experimentelle Musiker:innen. Die Kuratorinnen Anja Kerschkewicz und Raha Emami Khansari, Alumnae des Stipendienprogramms stART.up (Jahrgänge 2016/17 und 2019/20), geben Performances und spannenden ästhetischen Konzepten eine Bühne im Hamburger LICHTHOF Theater.

Die Claussen-Simon-Stiftung fördert WE PRESENT seit 2018 und unterstützt damit die junge Off-Theaterszene in Hamburg.

Das Foto zeigt die Produktion "Übersetzungsfehler: Ugotowałem babcię potajemnie“ von Alina Sobotta, die sie gemeinsam mit Maciek Marzec und Johannes Schürmann entwickelt hat. Diese Performance wurde am 4. Februar 2021 bei WE PRESENT am LICHTHOF Theater Hamburg präsentiert.

Foto: Isabel Machado Rios

WE PRODUCE

Die Prozessförderung WE PRODUCE startete in der Spielzeit 2020/2021 als Kooperation zwischen dem LICHTHOF Theater und der Claussen-Simon-Stiftung und richtet sich an Künstler:innen und Kollektive, die bereits im Rahmen von WE PRESENT aufgetreten sind. Durch die Förderung WE PRODUCE haben die jungen Künstler:innen über ein Jahr die Möglichkeit, ohne Produktions- und Premierendruck ein künstlerisches Konzept zu entwickeln und Arbeitsstrukturen anzulegen. 

Für diese Spielzeit geht die Prozessförderung an die Regisseurin und Performerin Alina Sobotta. Sie wird die Förderung dafür nutzen, ein deutsch-polnisches Theaterlabor unter dem Namen co_labor_aktion ins Leben zu rufen. Sie lädt Künstler:innen aus Polen für gemeinsame Proben nach Hamburg ein. Dabei interessieren sie die Mechanismen und Potenziale, die kulturübergreifender kreativer Zusammenarbeit innewohnen. In dem Labor werden sich die Künstler:innen auch damit beschäftigen, was die Spaltung der Gesellschaft in Polen entlang von Politik, nationalen Geschichtsnarrativen und Religion für das Kunstschaffen vor Ort bedeutet. Zwischen Installation, Performance und Sprechtheater vertiefen sie inhaltliche Fragestellungen und arbeiten an einem gemeinsamen künstlerischen Vokabular.

Alina Sobotta hat Amerikanistik und Feminist Studies in Berlin und Kalifornien studiert. Momentan ist sie Regiestudentin an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und studiert parallel an der Universität Hamburg im Master Slavistik mit Schwerpunkt Russisch und Polnisch. In der Jury-Begründung für die Auswahl heißt es: „Ihre künstlerische Praxis ist durch ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Themen Geschichte, Migration und Literatur beeinflusst. In der gemeinsam mit Maciek Marzec und Johannes Schürmann entwickelten Performance "Übersetzungsfehler: Ugotowałem babcię potajemnie“, die am 4. Februar 2021 bei WE PRESENT am LICHTHOF Theater Hamburg präsentiert wurde, gab sie bereits einen Einblick in die forschende künstlerische Auseinandersetzung mit dem 'Polnisch Sein‘ in Deutschland. Das von Alina vorgeschlagene Vorhaben für die Prozessförderung WE PRODUCE mit dem Titel co_labor_aktion setzt diese Auseinandersetzung fort und überzeugte die Jury mit dem spannenden Vorschlag eines grenzüberschreitend angelegten Labors, in dem polnische und deutsche Künstler:innen über ihre Ästhetik und Arbeitsweisen in Austausch kommen. Bei aller Offenheit des Prozessvorhabens lassen sich schon in der Skizzierung der Prozesslabore interessante Ergebnisse vorstellen. Neben einem Freiraum für Kreativität und persönliche künstlerische Entwicklung der Beteiligten können sich längerfristige internationale Arbeitsstrukturen entwickeln."

Die Kurator:innen der Reihe, Raha Emami Khansari und Anja Kerschewicz (beide Alumna des Stipendianprogramms stART.up) das Team der Claussen-Simon-Stiftung und des LICHTHOF Theaters freuen sich, die Nachwuchskünstlerin nun ein Jahr bei ihrer künstlerischen Weiterentwicklung zu begleiten und zu unterstützen.

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Alina Sobotta (Foto: privat)