Zum Inhalt springen

B-You! – Ein Mentoring-Tandem über Freundschaft und wechselseitiges Lernen

None

In regelmäßigen Treffen besprechen die Mentoring-Tandems individuelle Themen, bearbeiten schulische Aufgaben oder unternehmen etwas. Im besten Fall entwickelt sich eine vertrauensvolle Lernbeziehung in beide Richtungen. Wie das Mentoring praktisch abläuft, wie sich Mentor:in und Mentee kennenlernen und ihren gemeinsamen Weg gestalten, darüber berichten Shabnam Zazai und Elena Greta Falcini in einm lesenswerten Interview. Shabnam Zazai, Schülerin an der Nelson-Mandela-Schule in Hamburg-Wilhelmsburg, und Elena Greta Falcini, Bildende Künstlerin und Stipendiatin bei stART.up, bilden eines der elf Mentoring-Tandems im Förderprogramm B-You!. Hier berichten sie, was das Mentoring für sie bedeutet.

Was bedeutet das Mentoring jeweils aus Eurer Sicht für Euch persönlich?

Elena: "Meine Position als Mentorin bei der Claussen-Simon-Stiftung ist mir eine besondere Herzensangelegenheit, da ich aus einem bildungsfernen und ökonomisch schwachen Elternhaus stamme und mit klassistischen Hürden auf meinem Bildungsweg konfrontiert war. Meine Mission ist es, meine Mentee in ihrer Entwicklung zu stärken, für sie da zu sein, ihr Mut zu machen und ihr zu zeigen, dass ihr trotz der schwierigen Ausgangslage als Arbeiterkind alle Wege offenstehen – eine Unterstützung, die ich selbst sehr gerne gehabt hätte."

Shabnam: "Für mich bedeutet das Mentoring wertvolle Unterstützung bei der beruflichen und persönlichen Entwicklung durch eine Person, die ihr fachliches Wissen und ihre Erfahrungen an mich weitergibt. Sie steht mir bei wichtigen Entscheidungen konstruktiv und beratend zur Seite und bringt neue Perspektiven ein."

Wie gestaltet Ihr Eure Mentoring-Beziehung?

Shabnam: "Elena ist eine der besten Mentorinnen, die ich mir denken kann. Von Anfang an haben wir uns sehr gut verstanden und uns miteinander wohlgefühlt, ich kann mit ihr über jedes Thema sprechen."

Elena: "Wir telefonieren und schreiben uns regelmäßig und wenn wir uns in Persona treffen, dann treffen wir uns meistens, um uns zusammen Kunst anzusehen. So waren wir zum Beispiel schon gemeinsam in der Hamburger Kunsthalle in der Ausstellung „FUTURA. Vermessung der Zeit“, wo ich zwei Skulpturen zeigte, oder auch in der Pop Up Galerie von Postkultur in den Großen Bleichen."

Worauf freut Ihr Euch?

Elena: "Ich freue mich auf die noch vor uns liegende Zeit bis zu Shabnams Abitur, die wir gemeinsam verbringen dürfen und auf die Gespräche und bezaubernden Momente, die noch vor uns liegen. Unsere Treffen waren stets eine Win-Win-Situation und ich gehe immer ganz beflügelt nach Hause."

Shabnam: "Ich freue mich am meisten, von Erfahrungen von Personen zu profitieren, die älter sind als ich. Ich freue mich außerdem darauf, dass wir uns häufig im Workspace GB3 treffen – wir können dort gemeinsam in Ruhe bei einer Tasse Kaffee arbeiten, sind bei den Veranstaltungen dabei, und ich kann Elena bei ihrer künstlerischen Arbeit kennenlernen, das ist etwas ganz Besonderes."

Wie profitiert Ihr – als Mentorin und als Mentee?

Elena: "Zum einen ist es eine große Bereicherung, meiner Mentee auf ihrem Weg zur Seite stehen zu dürfen und zum anderen profitiere ich auch von den Möglichkeiten der spezifischen Schulung, der Vernetzung und des Austausches, die die Claussen-Simon-Stiftung im Rahmen des Förderprogrammes B-You! für die Mentor:innen bereitstellt."

Shabnam: "Dass wir Ideen austauschen und voneinander lernen, das ist für mich das Beste."

Was hat sich durch das Mentoring bereits verändert?

Shabnam: "Ich habe zum Beispiel dank Elenas Freundeskreis innerhalb kürzester Zeit einen Ferienjob gefunden. Zusätzlich zu der großartigen freundschaftlichen Beziehung ist das für mich eine ganz praktische, positive Veränderung."

Elena: "Dass ich durch das Mentoring eine sehr liebenswerte, intelligente und bereichernde Freundin mit meiner Mentee Shabnam dazugewonnen habe. Dafür bin ich sehr dankbar."