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Dokumentarfilm: "Geboren in Ravensbrück"

B-Movie, Brigittenstraße 5, 20359 Hamburg 13:00 – 14:00 Uhr

"Geboren in Ravensbrück" ist ein Film über eine Frau, die im KZ Ravensbrück zur Welt gekommen ist, bei der stART.up-Alumna Julia Küllmer die Kamerafrau war.
Premiere bei der Dokumentarfilmwoche Hamburg am Sonntag, den 19.09. um 13:00 im B-Movie.
Geboren in Ravensbrück
Regie: Jule von Hertell, D 2021, 45 min, OmU 

Etwa 900 Kinder wurden zwischen 1939 und 1945 im Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück geboren, nur 2 bis 3 Prozent von ihnen überlebten. Eines dieser Kinder ist Ingelore Prochnow. Von ihrer Mutter nach der Befreiung in einem Flüchtlingslager zurückgelassen, wuchs sie bei Pflegeeltern auf, lange ohne um ihre tatsächliche Herkunft wissend. Der in ihrem Pass eingetragene Geburtsort »Ravensbrück« veranlasste sie schließlich, nach ihrer Vergangenheit und ihrer leiblichen Mutter zu forschen. Die Rekonstruktion von Geschehnissen und eine Erinnerung zu bewahren, ohne eine eigene zu haben, sind auch der Versuch des Films. Wie lässt sich bildlich darstellen, was so lückenhaft und manchmal nur als Gefühl beschreibbar ist? Und wie können heutige Gedenkorte und zur Verfügung stehendes Material dafür genutzt werden? Nur noch 40 Überlebende des KZ Ravensbrück können uns von diesem Ort und ihren Erlebnissen während der NS-Herrschaft leibhaftig erzählen. In dieser Verantwortung sieht sich Ingelore Prochnow, und das ist es, was diesen Film wichtig macht.