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Healing Soundscapes: Interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Installation von klanglichen Umgebungen in der klinischen Praxis

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Wie lässt sich das Wohlbefinden von Patient:innen in Krankenhäusern verbessern? Auf diese Frage suchten Forschende und Studierende in Hamburg eine Antwort in ihrem interdisziplinären, hochschulübergreifenden Projekt "Healing Soundscapes", das 2016 zu den Gewinnerprojekten des Claussen-Simon-Wettbewerbs für Hochschulen zählte. Beteiligt waren neben der Kompositionsklasse und dem Bereich Musiktherapie an der Hochschule für Musik und Theater und der Systematischen Musikwissenschaft an der Universität Hamburg auch das Herzzentrum am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Medical School Hamburg.

Studierende und Lehrende entwickelten gemeinsam interaktive elektronische Klangkompositionen und installierten diese in Warteräumen im UKE. Sie erforschten, welche positiven Effekte diese Kompositionen auf das Wohlbefinden und den körperlichen Zustand der Patient:innen haben. Ende 2020 wurde die Projektphase nun erfolgreich beendet. Die Projektleitenden Prof. Dr. Eckard Weymann und Prof. Georg Hajdu von der Hochschule für Musik und Theater sowie Prof. Dr. Clemens Wöllner vom Institut für Systematische Musikwissenschaft der Universität Hamburg und ihre Projektgruppe haben für die klinische Praxis damit ein ganz neues Instrument geschaffen, das die Aufenthaltsqualität und das Wohlbefinden der Patient:innen nachweisbar verbessert: Ihre Forschungserkenntnisse fließen unmittelbar in die Planungen für den Neubau des Universitären Herz- und Gefäßzentrums am UKE ein.

Dr. Regina Back, Geschäftsführender Vorstand der Claussen-Simon-Stiftung: "Dass ein fächer- und hochschulübergreifendes Projekt so hervorragende Ergebnisse zeitigt, ist äußerst selten. Und was den Erfolg angeht, hat es nun alle Erwartungen weit übertroffen. Das Projekt wird über die Förderdauer fortgesetzt, und die daraus gewonnenen Ergebnisse werden im neu zu bauenden Herzzentrum am UKE architektonisch mitgedacht - das ist bislang beispiellos, aber auch beispielgebend."