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ENTFÄLLT: Online-Workshop: Oxford-Style Debate - Schneller, tiefer, weiter? Die Zukunft der EU im Kontext des Ukraine-Kriegs

ZOOM 10:00 – 18:00 Uhr

Über die Zukunft der EU wird in Brüssel und den Hauptstädten zurzeit viel nachgedacht, diskutiert und gestritten. Zum einen liegen mit den Ergebnissen der Konferenz zur Zukunft Europas umfangreiche Reformideen auf dem Tisch. Doch an der Frage, wie die Umgestaltung der EU konkret aussehen könnte und ob sie eine Reform der Verträge erfordert, scheiden sich die Geister. Zum anderen stellt sich im Kontext des Ukraine-Krieges die Frage eines möglichen EU-Beitritts der Ukraine sowie anderer Staaten der Östlichen Partnerschaft und der bestehenden Beitrittskandidaten im Westlichen Balkan mit neuer Dringlichkeit.

Beide Gesichtspunkte – die Vertiefung und Erweiterung der EU – können nicht unabhängig voneinander gedacht werden. Wie kann die EU ihre Institutionen und Entscheidungsfindungsprozesse neu aufstellen, um in einem sich rasant verändernden globalen Umfeld relevant zu bleiben? Muss eine Reform in ihrem Inneren die Voraussetzung für die Aufnahme neuer Mitgliedstaaten sein? Würde umgekehrt die geographische Ausdehnung in Richtung Südost- und Osteuropa die Handlungsfähigkeit der EU stärken oder schwächen?

Zunächst zeigen zwei Vorträge Handlungsoptionen und Dilemmata einer möglichen Vertiefung und Erweiterung der EU auf und illustrieren diese mit konkreten Beispielen. Anschließend diskutieren die Teilnehmenden aktuelle Fragen aus der EU-politischen Praxis in sog. Oxford Style-Debatten und können so das Erlernte anwenden und vertiefen, gemeinsam Argumentationsstränge erarbeiten sowie rhetorische Fähigkeiten und Präsentationsgeschick einüben.

Julian Rappold ist wissenschaftlicher Referent der Geschäftsführung am Institut für Europäische Politik (IEP). Er forscht zu Fragen europäischer Integration, deutscher Europapolitik und zu den südlichen EU-Mitgliedsstaaten. Seinen Master of Arts in European Studies (2012) absolvierte er an der University of Bath und der Humboldt- sowie der Freien Universität Berlin.

Theresia Töglhofer ist Associate Fellow am Forschungsinstitut der DGAP sowie an der Stiftung Genshagen. Ihr Schwerpunkt liegt auf EU-Erweiterungspolitik, dem Westlichen Balkan und den Außenbeziehungen der Europäischen Union. Sie ist Absolventin des Masterstudiums „Affaires internationales“ an Sciences Po Paris (2009) sowie des Diplomstudiums Geschichte an der Karl-Franzens-Universität Graz (2010).

Ein Online-Workshop für Stipendiat:innen der Programme Master Plus, Dissertation Plus und Horizonte.