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Stipendiatentreffen remote 2020

"WAS ZÄHLT!"

STIPENDIATENTREFFEN REMOTE 2020
18. SEPTEMBER 2020, 14:00 – 21:00 UHR UND
19. SEPTEMBER 2020, 10:30 – 15:30 UHR

Zwei inspirierende Tage voller #Gemeinschaft liegen hinter uns. Fotografische Impressionen finden Sie hier.
Aktualisierte Hinweise finden Sie unter den jeweiligen Programmpunkten.

 

Hier geht's zum Einladungsteaser!
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Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten, liebe Alumnae und Alumni,

 

„Was zählt!“ – das ist der Gedanke, der unser Denken und Handeln in den letzten Wochen und Monaten ganz maßgeblich geleitet und geprägt hat. Als operative Stiftung waren wir gefragt, neu zu definieren, was Gemeinnützigkeit – im Sinne von: dem Gemeinsinn und der Gemeinschaft nützlich – zu bedeuten hat. Das Ergebnis der Überlegungen war, dass wir Mitte März innerhalb von vier Tagen unsere Förderaktivitäten für das Jahr 2020 umgestellt und vollkommen neu ausgerichtet haben (www.claussen-simon-stiftung.de/de/aktuelles/). Wir haben in der Folge miterlebt, was es bedeutet, in der neuen Kategorie der Systemrelevanz gespiegelt zu werden, und wir haben kritisch beobachtet, welchen Einfluss solche Zuschreibungen und Bewertungen auf unser Miteinander nehmen. Wir alle waren und sind also in diesen turbulenten und herausfordernden Zeiten gehalten, mit Weitsicht, mit Mut und Moral zu handeln und den wichtigen Diskurs über essenzielle Werte und die Verwerfung tradierter Annahmen aktiv mit zu führen.

Dazu soll unser Stipendiatentreffen remote 2020 beitragen, das am 18. und 19. September 2020 in Zoom-Räumen stattfinden wird. Auch wenn sich dieses Treffen der Form nach Covid-19 beugen musste, bleibt es der jährliche Fixpunkt in unserem Stiftungskalender und für uns alle der neu gedachte Ort der Begegnung, der Ort des Wissensaustauschs und auch der Ort des persönlichen Gesprächs. Dazu laden wir Sie gemäß dem Motto „Wir halten Abstand und rücken zusammen“ herzlich ein!

Wir freuen uns ganz besonders, die Schauspielerin und Regisseurin Maryam Zaree für einen Artist Talk bei uns begrüßen zu dürfen. Mit ihrem Regiedebüt im Film „Born in Evin“ wurde sie 2020 mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet. Darin und ebenso mit ihrem künstlerischen Wirken vor der Kamera nimmt sie mutig politische Missstände in den Blick, deutet das Sag- und Zeigbare um und eröffnet so neue Denk- und Legitimationsräume.

In zwei Workshop-Sessions bieten Stipendiaten/-innen und Alumni/-ae wie immer Einblicke in ihre Wissens- und Forschungsgebiete. Sie lassen uns teilhaben an ungelösten Problemen der Mathematik, führen uns ein in das Gebiet der Gravitationswellen, lehren uns Achtsamkeitstechniken oder leiten uns an bei der Durchführung von Notfallmusiken. Auch ein PC-Warm-Up für Augen, Gesicht und Körper wird nicht fehlen.

Für das legendäre CSS-Kneipenquiz haben wir uns diesmal die prominente Unterstützung des Quizmaster-Duos „Tom & Darren“ gesichert. Die Open Stage verwandelt sich zu einer Unterhaltungsshow mit Ausschnitten aus Hörspielen, Musikvideos, Kurzfilmen und anderen künstlerischen und wissenschaftlichen Beiträgen der Geförderten.

Es ist alles fast wie immer, nur ein bisschen anders. Wir freuen uns sehr auf Sie und auf dieses digitale Debüt!

Herzliche Grüße
Dr. Regina Back und das Team der Claussen-Simon-Stiftung

Programm

Freitag, 18. September 2020

Seien Sie gerne schon um 13:45 Uhr da, um mit einem gemütlichen Technikcheck zu starten. Diese Programmseite lassen Sie am besten im Browser geöffnet.

Das Stipendiatentreffen wird eröffnet von Dr. Regina Back, Geschäftsführender Vorstand, Maria Eplinius, Bereichsleiterin Stiftung erleben, und Christine Lauck, Referentin Veranstaltungsmanagement. Wir erläutern Ihnen die ZOOM-Funktionen und den Ablauf des Stipendiatentreffens.
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Trotz digitaler Barrieren lassen wir das zwischenmenschliche Miteinander natürlich nicht außen vor. Auch dieses Jahr gibt es eine interaktive Vorstellungsrunde und eine Kennlernaktion. Wir verbinden digitale und analoge Elemente und freuen uns sehr auf die dadurch entstehenden persönlichen Momente. Putzen Sie Ihre Kamera, pusten Sie Ihr Mikro frei, richten Sie Ihren Hintergrund zurecht, dann kann fast nichts mehr schiefgehen.

Hier können Sie über die Weltkarte scrollen und sehen, aus welchen Teilen Deutschlands und der Welt die Stipendiatenschaft zugeschaltet war.

In diesem Zeitslot passiert wirklich nichts außer das Abspielen angenehmer Hintergrundmusik. Deswegen: weg vom Bildschirm, Fenster aufreißen, Kaffee nachkochen und einmal recken und strecken!

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Dieses Jahr freuen wir uns besonders auf ein spannendes Gespräch mit der Regisseurin, Schauspielerin und Autorin Maryam Zaree. Einem breiten Publikum ist sie bekannt geworden durch ihre Rollen als Maryam in dem Kinofilm "Shahada", als Khalila in der Serie "4 Blocks" oder als Nasrin Reza in diversen Berliner Tatorten. Zurzeit können Sie sie auch im Kinofilm "Undine" an der Seite von Paula Beer und Franz Rogowski sehen. Ihr Regiedebut feierte sie 2019 mit dem Film "Born in Evin". Der preisgekrönte Film erzählt die Geschichte der Inhaftierten des berüchtigten iranischen Gefängnisses. Das Künstlerinnengespräch führt Sarah Conrad, Bereichsleitung Kommunikation der Claussen-Simon-Stiftung. Nach dem Gespräch sind Sie herzlich eingeladen, mit Maryam Zaree zu diskutieren. Vielleicht findet der oder die ein/-e oder andere von Ihnen ja auch die Zeit, im Vorfeld Filme oder Serien von und mit Maryam Zaree zu sehen.

Vom 14. September bis zum 23. September können Sie den Film Born in Evin über Vimeo sehen:
https://vimeo.com/425867707
Passwort: WasZaehlt!2020

Ihre Hashtag-Reaktionen auf das Gespräch mit Maryam Zaree:
#Mut #Inspiration #faszinierend #berührend #Gemeinschaft #aufklärend #ZukunftsgestaltungalsVergangenheitsbewaeltigung #fesselnd #TolleWahl #wichtig #Verantwortungübernehmen 

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In Dreiergruppen werden Sie sich gegenseitig eine Erfolgsgeschichte erzählen. Vielleicht gibt es eine erzählenswerte Situation, in der Sie mit anderen an einer Herausforderung gearbeitet haben? Was ist Ihre Geschichte und was hat den Erfolg möglich gemacht? Durch individuelle Erfolgsgeschichten erhalten Sie einen Einblick in verschiedene Erfahrungswelten und Interpretationsweisen.
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Bei unserem Stipendiatentreffen darf ein Kneipenquiz nicht fehlen. Freuen Sie sich auf ein multimediales Quiz mit Fragen, Bilderrätseln, Soundschnipseln und Kreativaufgaben aus den Bereichen Alltags-, Allgemein- und Spezialwissen. Dieses Jahr haben wir wunderbare Unterstützung durch die Kneipenquiz-Profis Tom und Darren. Das Duo hat eine eigene Online-Quiz-Plattform entwickelt, die den Teamaspekt und die Interaktion in den Vordergrund stellt. Halten Sie also Ihr Lieblingsgetränk bereit, öffnen Sie die Knabberbox, machen Sie es sich auf dem Sofa bequem und quizzen Sie in Teams, was das Zeug hält. 

Herzlichen Glückwunsch an das Gewinnerteam Fabolous Five und alle anderen erfolgreichen Knobler/-innen! 

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Samstag, 19. September 2020

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(c) Julika Schlegel

Um bewegt und frisch in den (digitalen) Tag zu starten, bietet die Alumna aus dem stART.up-Programm, Patricia Carolin Mai, ein 15-minütiges körperliches Warm-Up an. Strecken, Kreisen, Rollen – ein Gesichtsmuskeltraining und ein kurzer Wirbelsäulentanz ermöglichen den Teilnehmenden im eigenen Körper anzukommen und sich mental auf den Tag einzustellen. Benötigt werden neben bequemer Kleidung nur ein Quadratmeter Platz und ein Schluck Wasser. Angelehnt an ihre Soloarbeit KONTROL (Spieltermine auf Kampnagel: 24.-27. September sowie 01.-03. Oktober 2020) haben die Teilnehmenden so die Möglichkeit, nicht nur bewegt in den Tag zu starten, sondern auch ein zentrales Element des Tanzstücks kennenzulernen und auszuprobieren.

Hier geht es zur Homepage von Patricia Carolin Mai! 


 

Aktive und ehemalige Geförderte der Claussen-Simon-Stiftung bieten spannende Workshops aus den Themengebieten Kunst, Bildung und Wissenschaft. In diesem Jahr können Sie an zwei unterschiedlichen Workshops à 40 Minuten teilnehmen. 

Die Präsentationen stellen wir Ihnen gesammelt über einen Downloadlink zur Verfügung, den wir per Mail verschicken. Wir bitten Sie, die Präsentationen vertraulich im CSS-Kreise zu behandeln und nicht mit Dritten zu teilen. 


 

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Liesa Rühlmann, Dissertation Plus und Horizonte-Tutorin: Leaving „Happyland“: Kritisches Weißsein umsetzen

Tupoka Ogette beschreibt „Happyland“ als einen „Zustand, in dem weiße Menschen leben, bevor sie sich aktiv und bewusst mit Rassismus beschäftigen“. Der Rassismusbegriff bezieht sich nicht ausschließlich auf rechtsextreme Formen, sondern beschreibt ein grundlegendes gesellschaftliches Verständnis, das die Lebenswelten aller betrifft. Schwarze Menschen und Personen of Color sind direkt von Rassismus betroffen, weiße Menschen hingegen werden durch rassistisch geprägte gesellschaftliche Strukturen privilegiert. In meinem Input-Workshop, der weiße Menschen zur Selbstreflexion anregen soll, setzen wir uns mit der Problematik des Zustandes „Happyland“ auseinander. Im Fokus stehen dabei folgende Fragen: Was bedeutet Weißsein? Warum ist es wichtig, dass weiße Menschen ihr Weißsein reflektieren? Welche Verantwortlichkeiten und Handlungsnotwendigkeiten lassen sich für weiße Menschen ableiten, damit es zu einem Abbau herrschender Macht- und Diskriminierungsstrukturen kommen kann?  Rassismuskritische Arbeit ist emotional und für weiße Menschen beispielsweise mit Wut, Scham und Trauer verbunden – Bitte bedenkt dies und reflektiert diese Gefühle, wenn sie im Laufe des Workshops auftreten. Ich bitte darum, dass weiße Personen im Vorfeld den Artikel „Normalisierung weißer Emotionen als Strategie rassismuskritischer Bildungsarbeit“ von Jule Bönkost lesen. Der Workshop wird von mir, einer weiß positionierten Frau, durchgeführt. Ein rassismuskritischer Sprachgebrauch wird angestrebt, es kann aber nicht garantiert werden, dass es nicht zu Reproduktionen von Rassismen kommt.

Text für Happyland (pdf)

 

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Julia Graßhoff, Master Plus: Expert/-in der eigenen Probleme - Systemische Fragetechniken in psychologischer Beratung

"Ich habe ein Problem, geben Sie mir eine Lösung!" Mit dieser Idee und Hoffnung geht so manche/-r in eine psychologische Beratung oder Therapie. Die systemische Beratung und Therapie geht jedoch davon aus, dass jede/-r selbst Experte/-in seiner oder ihrer eigenen Probleme ist. Ziel ist es, durch spezielle Fragetechniken das Thema zu explorieren und aufzudecken, was die Klienten/-innen eigentlich schon wissen - nur nicht wissen, dass sie es wissen. Einige dieser Techniken möchte ich euch in diesem Workshop zeigen und ausprobieren lassen. Ihr habt die Möglichkeit, in die Rolle von Berater oder Beraterin zu schlüpfen und auch eigene Themen aus ungewohnten Perspektiven zu betrachten. Ihr könnt, müsst aber keine Erfahrungen mit Psychologie oder Beratung mitbringen. Entscheidend ist das Interesse dafür, neue Perspektiven auf persönliche Probleme zu erkunden.

 

 

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(c) Moritz Küstner

Benjamin Scheuer, stART.up-Alumnus: Notfallkonzerte – Mit musikalischen  Performances die Welt retten

Leeres Konto? Liebeskummer? Telefonterror von einer unbekannten Nummer? Dürremonat Mai? Müllberge an der Stadtautobahn? Aufblühender Nationalismus in der EU? Probleme – ob groß oder klein, global oder privat – treffen uns alle. Dich doch auch? Politik, Medien und Fachleute überbieten sich mit Lösungsvorschlägen. Aber Vieles läuft ins Leere. Dabei haben es die Wenigsten bisher mit einer musikalischen Performance versucht. Unterstützt durch die Förderung des „Was zählt!“-Fonds für Kunst- und Kulturschaffende der Claussen-Simon-Stiftung arbeite ich im Moment an den „Notfallmusiken“ – einem musikalisch-performativen Handbuch. Es ist eine Sammlung von humorvollen künstlerischen Lösungen für eine Vielzahl von Schwierigkeiten. Und das Gute ist: Ob Laie oder Profi-Musiker - für jeden ist etwas dabei! Für manche Übungen sind kaum musikalische Grundkenntnisse notwendig und sie können bequem zu Hause durchgeführt werden.  Was zählt, ist die Freude am Sprechen und Darstellen. Im „theoretischen“ Teil sollen einige bereits durchgeführte Performances vorgestellt werden. Und dann geht’s praktisch weiter: Die „Bühne“ ist dein Zimmer, das „Instrumentarium“ findet sich schon in der Wohnung. Über Zoom üben wir einige der Rettungs-Rituale aus meinem Handbuch ein, zum Festhalten hilft auch die Handykamera. Und vielleicht entsteht auch die Idee für das ein oder andere neue Notfallkonzert? Einfach nur Zuschauen ist bei dem Workshop natürlich auch erlaubt!


 

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(c) NASA/C. Henze

Lydia Schollmeier, B-MINT: Gravitatsionswellen

Eine der größten wissenschaftlichen Sensationen der letzten Jahre war der erste direkte Nachweis von Gravitationswellen, deren Existenz Albert Einstein bereits 1916 beschrieben hatte. Damit wurde die letzte Vorhersage der „Allgemeinen Relativitätstheorie“ etwa einhundert Jahre nach ihrer Veröffentlichung belegt, was sie zu einer der am besten nachgewiesenen Theorien der Physik macht. Gravitationswellen sind ein beindruckender Beweis dafür, dass „der Raum“ nicht nur Bühne für die Geschehnisse des Universums, sondern selbst eine physikalische Größe ist. Er kann sich verändern, von anderen Ereignissen beeinflusst werden und daher auch andere physikalische Systeme beeinflussen. Es ergeben sich somit ganz neue Forschungsmöglichkeiten, um astrophysikalische Objekte nicht nur zu sehen, sondern auch zu „hören“. Doch was sind Gravitationswellen eigentlich genau? Und was haben sie mit Schwarzen Löchern zu tun? Wie misst man sie, wie kann man sie nutzen - und was macht sie so spektakulär? Diese und weitere Fragen möchte ich in meinem Workshop klären. Wir werden dafür (fast) kein Mathe brauchen und auch kein physikalisches Vorwissen.


 

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Luisa Bergunde, Master Plus: Was zählt – achtsam im Hier und Jetzt

"Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst im gegenwärtigen Moment und ohne zu urteilen.” (Jon Kabat-Zinn). Besonders in stressigen und herausfordernden Zeiten kann Achtsamkeit helfen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Im Rahmen des Workshops wird thematisiert, was man unter Achtsamkeit versteht, warum sie in turbulenten Zeiten hilfreich sein kann und wie sie sich auf kreative Art und Weise in den eigenen Alltag integrieren lässt. Nach einem kurzen Wissensblock dürfen die Teilnehmenden auch selbst aktiv werden. Unter Anleitung werden verschiedene Übungen aus Achtsamkeitstrainings ausprobiert und ein Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden angeregt. Die Workshopleiterin besitzt keine MBSR-Ausbildung. Sie bringt mehrjährige Erfahrung mit Achtsamkeit und Meditation sowie einen absolvierten MBSR-Kurs mit.


 

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Maren Busch, Dissertation Plus: Als Doktorandin nach Kuba - Ein Forschungsaufenthalt inmitten von Bio-Paradies und sozialistischer Realität

Kuba gilt heute in den Agrarwissenschaften als Musterland für die Verbreitung von ökologischen Anbaumethoden zur Nahrungsmittelversorgung. Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks Anfang der 1990er Jahre stand Kuba wirtschaftlich vor einem regelrechten Kollaps. Subventionen, Lieferungen von Nahrungsmitteln, Kraftstoffen, Landwirtschaftstechnik, Kunstdüngern sowie Pflanzenschutzmitteln blieben plötzlich aus. Das von den Kubanern als „el bloqueo“ bezeichnete US-Embargo gilt bis heute. Mit Beginn dieser schwierigen Zeit – „el período especial“ – sah sich die kubanische Bevölkerung gezwungen, mit bedeutend weniger Mitteln auszukommen. Als Doktorandin der ökologischen Agrarwissenschaften (Witzenhausen) bekam ich 2019 die Möglichkeit, für zwei Monate an eine Partneruniversität im Herzen der Karibikinsel entsandt zu werden. Mit einer Forschungserlaubnis und Gastvorträgen im Gepäck, stürzte ich mich begeistert in das Abenteuer, um daraufhin schnell mit einem ungewohnten politischen System sowie Forschungssituation konfrontiert zu werden. Gemeinsam mit euch möchte ich über die Bestrebungen des Inselstaats sprechen, die Nahrungsmittelversorgung nachhaltig zu gestalten. Außerdem seid ihr dazu eingeladen, eure persönlichen Erfahrungen, Fragen oder Pläne im Bereich der Forschungs- und Studienaufenthalten im Ausland zu teilen.


 

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Die Präsentationen stellen wir Ihnen gesammelt über einen Downloadlink zur Verfügung, den wir per Mail verschicken. Wir bitten Sie, die Präsentationen vertraulich im CSS-Kreise zu behandeln und nicht mit Dritten zu teilen. 


 

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Maren Busch, Dissertation Plus: Als Doktorandin nach Kuba - Ein Forschungsaufenthalt inmitten von Bio-Paradies und sozialistischer Realität

Kuba gilt heute in den Agrarwissenschaften als Musterland für die Verbreitung von ökologischen Anbaumethoden zur Nahrungsmittelversorgung. Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks Anfang der 1990er Jahre stand Kuba wirtschaftlich vor einem regelrechten Kollaps. Subventionen, Lieferungen von Nahrungsmitteln, Kraftstoffen, Landwirtschaftstechnik, Kunstdüngern sowie Pflanzenschutzmitteln blieben plötzlich aus. Das von den Kubanern als „el bloqueo“ bezeichnete US-Embargo gilt bis heute. Mit Beginn dieser schwierigen Zeit – „el período especial“ – sah sich die kubanische Bevölkerung gezwungen, mit bedeutend weniger Mitteln auszukommen. Als Doktorandin der ökologischen Agrarwissenschaften (Witzenhausen) bekam ich 2019 die Möglichkeit, für zwei Monate an eine Partneruniversität im Herzen der Karibikinsel entsandt zu werden. Mit einer Forschungserlaubnis und Gastvorträgen im Gepäck, stürzte ich mich begeistert in das Abenteuer, um daraufhin schnell mit einem ungewohnten politischen System sowie Forschungssituation konfrontiert zu werden. Gemeinsam mit euch möchte ich über die Bestrebungen des Inselstaats sprechen, die Nahrungsmittelversorgung nachhaltig zu gestalten. Außerdem seid ihr dazu eingeladen, eure persönlichen Erfahrungen, Fragen oder Pläne im Bereich der Forschungs- und Studienaufenthalten im Ausland zu teilen.

 

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Liesa Rühlmann, Dissertation Plus und Horizonte-Tutorin: Leaving „Happyland“: Kritisches Weißsein umsetzen

Tupoka Ogette beschreibt „Happyland“ als einen „Zustand, in dem weiße Menschen leben, bevor sie sich aktiv und bewusst mit Rassismus beschäftigen“. Der Rassismusbegriff bezieht sich nicht ausschließlich auf rechtsextreme Formen, sondern beschreibt ein grundlegendes gesellschaftliches Verständnis, das die Lebenswelten aller betrifft. Schwarze Menschen und Personen of Color sind direkt von Rassismus betroffen, weiße Menschen hingegen werden durch rassistisch geprägte gesellschaftliche Strukturen privilegiert. In meinem Input-Workshop, der weiße Menschen zur Selbstreflexion anregen soll, setzen wir uns mit der Problematik des Zustandes „Happyland“ auseinander. Im Fokus stehen dabei folgende Fragen: Was bedeutet Weißsein? Warum ist es wichtig, dass weiße Menschen ihr Weißsein reflektieren? Welche Verantwortlichkeiten und Handlungsnotwendigkeiten lassen sich für weiße Menschen ableiten, damit es zu einem Abbau herrschender Macht- und Diskriminierungsstrukturen kommen kann?  Rassismuskritische Arbeit ist emotional und für weiße Menschen beispielsweise mit Wut, Scham und Trauer verbunden – Bitte bedenkt dies und reflektiert diese Gefühle, wenn sie im Laufe des Workshops auftreten. Ich bitte darum, dass weiße Personen im Vorfeld den Artikel „Normalisierung weißer Emotionen als Strategie rassismuskritischer Bildungsarbeit“ von Jule Bönkost lesen. Der Workshop wird von mir, einer weiß positionierten Frau, durchgeführt. Ein rassismuskritischer Sprachgebrauch wird angestrebt, es kann aber nicht garantiert werden, dass es nicht zu Reproduktionen von Rassismen kommt.

Text für Happyland (pdf)

 

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Julia Graßhoff, Master Plus: Expert/-in der eigenen Probleme - Systemische Fragetechniken in psychologischer Beratung

"Ich habe ein Problem, geben Sie mir eine Lösung!" Mit dieser Idee und Hoffnung geht so manche/-r in eine psychologische Beratung oder Therapie. Die systemische Beratung und Therapie geht jedoch davon aus, dass jede/-r selbst Experte/-in seiner oder ihrer eigenen Probleme ist. Ziel ist es, durch spezielle Fragetechniken das Thema zu explorieren und aufzudecken, was die Klienten/-innen eigentlich schon wissen - nur nicht wissen, dass sie es wissen. Einige dieser Techniken möchte ich euch in diesem Workshop zeigen und ausprobieren lassen. Ihr habt die Möglichkeit, in die Rolle von Berater oder Beraterin zu schlüpfen und auch eigene Themen aus ungewohnten Perspektiven zu betrachten. Ihr könnt, müsst aber keine Erfahrungen mit Psychologie oder Beratung mitbringen. Entscheidend ist das Interesse dafür, neue Perspektiven auf persönliche Probleme zu erkunden.


 

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Deniz Sarikaya, Dissertation Plus: Tilings, Escher and the idea of open problem fields for mathematics education

Mathematics is more than the memorization and application of well-known techniques. It is a creative endeavor. In this workshop we want to give some ideas how to develop an open problem field for gifted/motivated students within enrichment programs for high school students. We give an in depth look what students might discover about tilings. We reflect on general goals of the work in open problem fields: what are the specific goals and how does this format differ from regular classes? More concrete, we will introduce a specific problem field: tilings of the plane. Starting with Platonic tilings we then continue with Archimedean ones. Especially in architecture, many of these tilings found concrete realizations, f.i. in Islamic architecture. Later we analyze Symmetriezeichnungen by Escher. We also raise the problem of how to find and construct Platonic and Archimedean solids. Interested educators will be provided with usable work sheets.


 

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Rayla Schuster, Master Plus: Schreibwerkstatt: Methoden und Tipps fürs wissenschaftliche Schreiben

In diesem Workshop lernt ihr diverse Methoden und Werkzeuge zur Optimierung sowie zur Reflexion eures Schreibprozesses kennen. Zudem bekommt ihr Tipps, um mögliche Schreibblockaden zu überwinden. Einige dieser werdet ihr an euren eigenen Schreibprojekten ausprobieren: im Idealfall an einem Projekt, an dem ihr zur Zeit arbeitet; alternativ an einem wissenschaftlichen Thema, das euch besonders interessiert. Ziel ist es, sich mit dem eigenen Schreibprozess und dessen Produkt bewusst und selbstreflexiv auseinanderzusetzen um dadurch beide weiterzuentwickeln. Dieser Workshop ist vor allem für Geisteswissenschaftler/-innen von Interesse, kann aber grundsätzlich allen Studierenden, die im Zuge ihres Studiums wissenschaftliche Arbeiten (egal ob Haus- und Semesterarbeiten, Essays, Bachelor- oder Masterarbeit etc.) verfassen, zugutekommen. 


 

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István Takács, Master Plus: Sprachtandems gestalten

Du lernst eine neue Sprache oder willst sie perfektionieren? Sprachtandems bieten eine Alternative zu den endlosen Deklinationstabellen und Lückentextexzessen. Das Prinzip ist simpel: Zwei – oder auch mehrere – Personen treffen sich und helfen einander dabei, eine neue Sprache praktisch zu erlernen. Ganz nebenbei werden persönliche Bekanntschaften geknüpft, Gespräche zu spannenden Themen geführt und Einblicke in kulturelle Besonderheiten erlangt, die durch einen theoretischen Sprachkurs gar nicht möglich wären. Im Workshop schauen wir uns an, was es bei solchen Treffen zu beachten gilt. Wie kann man Tandems am besten in den Alltag integrieren? Wie findet man die passenden Leute? Wie soll so ein Treffen überhaupt aussehen? Alles formell mit Notizblock und Glossare oder entspannt bei Bier und Alltagsplausch? Und last but not least: worauf sollte man besonders achten, wenn man anderen die Launen der deutschen Sprache erklären möchte? Falls ihr nach unserem Blitzworkshop noch Fragen, z.B. zu langfristigen Lernstrategien, habt, können wir im Oktober individuelle Skype-Termine vereinbaren. 

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Frederik Bahr, Master Plus: Heldenreise, eine unvierselle Erzählstruktur

Was haben die Odyssee, Star Wars und Harry Potter gemeinsam? Sie alle sind nach dem gleichen Muster gestrickt, dem erzählerischen Prinzip der ‚Heldenreise‘. Der Mythenforscher Joseph Campbell hat Mitte des 20. Jahrhunderts gezeigt, dass fast alle großen Erzählungen der Menschheitsgeschichte auf dieses eine universelle Schema zurückzuführen sind. Selbst zeitgenössische Produktionen von Netflix und Co. stellen immer wieder Heldenreisen dar. Die anhaltende Geltung der Heldenreise wird im Fokus des Workshops stehen. Im gemeinsamen Austausch wollen wir das Strukturmodell der Heldenreise anhand illustrierender Beispiele aus Literatur, Film und Fernsehen erarbeiten. Ziel soll es sein, den Blick für die Geschichten zu schärfen, mit denen wir uns täglich umgeben. Am Ende des Workshops wollen wir über den Tellerrand schauen und diskutieren, inwieweit auch unsere ganz persönlichen Lebenswege "Heldenreisen" sind.

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Uns ist bewusst, dass Sie bei diesem wunderbaren Workshopangebot die Qual der Wahl haben. Während eines Social Coffee können Sie sich in zufällig zusammengestellten 5er-Gruppen über Ihre jeweiligen Workshopbesuche austauschen. Vergessen Sie dabei bloß nicht, eine Tasse Kaffee oder Tee griffbereit zu haben!

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Wir senden die Open Stage mit kreativen Beiträgen aus der Stipendiatenschaft dieses Jahr live aus dem Studio der Claussen-Simon-Stiftung. Sie können sich auf ein Hörspiel, Musik und experimentelle Kunstfilme freuen – darunter gewobene Melodien, liebenswürdige Roboter oder Musikvideos für die Klassikwelt. Durch das bunte Programm führen Elena de Zubiaurre, Programmleitung Early Bird-Frühstudium sowie Projekte Kunst & Kultur, und Christine Lauck, Referentin für Veranstaltungsmanagement.

Für diesen Programmpunkt können Sie sich gerne eine wenig chic machen. Fühlen Sie sich frei in der Umgestaltung Ihres Bildschirmhintergrunds. Wie wäre es mit einem Bild Ihrer Lieblingskneipe, Ihrer Lieblingsentertainmentshow o.ä.? Außerdem finden Sie im Paket Luftschlangen zur Einstimmung in den abwechslungsreichen Nachmittag. 

Die Beiträge können Sie über Google suchen – was Sie (noch) nicht finden, ist bisher unveröffentlicht und stellte eine exklusive Preview für uns dar. Dies waren die Beiträge: Benjamin Scheuer & das Orchester im Treppenhaus: "Notfallkonzerte" | Benjamin van Bebber: "Machines of loving Grace" | Anna Neubert & Nicole Kiersz: "Weaving Concerts" | Felix Stachelhaus: "Aria for no audience" | Luise Kautz & Pia Davila "Musikvideos für das Kunstlied: Beau Soir (Claude Debussy) & The Wonderful Widow of Eighteen Springs (John Cage) 

ZOOM-Zugangsdaten

Hier standen einmal die Zugangsdaten, mit denen Sie sich zum Stipendiatentreffen remote auf ZOOM einwählen konnten. Schön, dass Sie dabei waren!

Alternative Packliste

  • stabile Internetverbindung
  • Kopfhörer/Headset
  • Lieblingsgetränk
  • Knabberkram und Obst
  • bequeme Kleidung für den Programmpunkt Warm-up
  • feierliches Outfit für den Abend der Open-Stage
  • Überraschungspaket (dieses wurde Ihnen eine Woche vor dem Event zugesendet)

Steckbriefe

Hier können Sie sich durch die Steckbriefe der Stipendiaten/-innen und Alumni/-ae scrollen, um zu sehen, wer gemeinsam mit Ihnen am Stipendiatentreffen remote teilgenommen hat. 

Technik-Tipps

Wir haben die letzten Monate auch dafür genutzt, um uns Digital Immigrants weiterzubilden. Wir haben neue Online-Tools ausprobiert, digitale Formate getestet und sind voller Vorfreude, mit Ihnen diese zwei Tage remote zu erleben. Hinter uns liegen lehrreiche Monate. Sollte es trotz Testdurchläufen zu kleinen technischen Pannen kommen, so bitten wir diese zu entschuldigen und Ruhe zu bewahren. 
  1. Bitte Mikrofon stummschalten, wenn Sie nicht reden
  2. Bitte benutzen Sie Kopfhörer oder ein Headset 
  3. Bitte sprechen Sie in die Kamera/Mikro und nicht mit dem Bildschirm.
  4.  Bitte kontrollieren Sie die Video- und Audioqualität
  5. Wir sehen auch Ihren Hintergrund. smiley
  6. Bitte benennen Sie sich wie folgt: Name, Stipendienprogramm, 
  7. Unser ZOOM-Link zum Meeting bleibt aktiv. Wenn Sie rausfliegen, melden Sie sich einfach wieder an. 
  8. Bitte achten Sie auf eine gute Raumausleuchtung 
  9. Bitte nutzen Sie die Chat-Funktion. (zum Beispiel für Fragen)
  10. Sollten Sie Probleme mit der Technik haben, dann melden Sie sich bitte unter 040-38 03 71 50 oder info@claussen-simon-stiftung.de

FAQ

Ich kann nicht am gesamten Treffen teilnehmen. Kann ich mich auch zu ausgewählten Punkten zuschalten?

Uns ist es wichtig, dass Sie verbindlich zu allen Programmpunkten erscheinen. Sie haben es vielleicht schon selbst erlebt, ein stetiges Kommen und Gehen, selbst in einem digitalen Raum, hinterlässt ein ungutes Gefühl. Außerdem können wir nicht immer die Einleitung wiederholen. Wir benötigen für den reibungslosen Ablauf eine verbindliche Zahl, da wir zum Teil feste Gruppen bilden und diese nicht immer spontan umbauen können.

Warum findest das Stipendiatentreffen nicht in Ratzeburg vor Ort statt?

Auch wir vermissen es, Sie in Persona von Kopf bis Fuß zu sehen. Corona lässt dies leider dieses Jahr nicht zu. Eines können wir aber an dieser Stelle schon verraten, Ratzeburg ist für 2021 bereits reserviert.