Rückenwind für 15 Hamburger Hochschulprojekte
Mit insgesamt 100.000 Euro werden Vorhaben an der Universität Hamburg, am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE), an der Technischen Universität Hamburg (TUHH), an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) und an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg (HfMT) gefördert. Die thematische Vielfalt und die weitsichtigen Ansätze sind insgesamt beeindruckend: Die Projekte beschäftigen sich unter anderem mit dem Einsatz generativer KI im Studium, neuen Formen der Wissenschaftskommunikation oder den Bedarfen von Erstakademiker:innen. Weitere Vorhaben widmen sich immersiven Theatererfahrungen in Hochschulräumen, dem Einsatz von 3D-Druck in der medizinischen Ausbildung und der Inklusion in der Hochschullehre.
In welcher Zukunft möchten wir leben? Mit dieser Frage werden sich zum Beispiel Studierende, Lehrende und Forschende des Instituts für Liberal Arts and Sciences und des Instituts für Anglistik und Amerikanistik der Universität Hamburg denkend, schreibend und streitend beschäftigen. KI-Systeme sind mächtig, aber sie können nicht erfinden, was noch nicht gedacht wurde. Die Fähigkeit, sich gemeinsam Zukünfte vorzustellen, ist eine zentrale gesellschaftliche Praxis. Die Teilnehmenden des Projekts "Writing the Future: Practicing Imaginative Intelligence" werden diese gemeinsam mit international renommierten Autor:innen erproben: Was kann Imaginative Intelligence in unterschiedlichen Kontexten bedeuten? Die Projektergebnisse werden im Rahmen einer öffentlichen Lecture Series an wechselnden Orten erlebbar werden, mit einem Visiting Fellow in Poetry, dem Hamburg Prize for Creative Writing mit Lesebühne und Preisverleihung sowie einem abschließenden Working Paper. Eine literarisch wie kulturell neugierige Stadtöffentlichkeit wird dank einer Kooperation mit dem Literaturhaus Hamburg an diesen Gedanken- und Schreibexperimenten teilhaben können.
Mit dem Claussen-Simon-Fonds für Hochschulen stellen wir jährlich insgesamt 100.000 Euro für Projekte an Hamburger Hochschulen, Universitäten und den dazugehörigen Serviceeinrichtungen bereit. Gefördert werden innovative, interdisziplinäre und interaktive Ansätze, die die Hochschullehre bereichern und möglichst nachhaltig im Hochschulbetrieb wirksam werden.
Wie das gelingen kann, zeigt ein Projekt aus dem vergangenen Jahr: An der University of Hamburg Business School ging Dr. Tobias Vlćek der Frage nach, wie generative KI selbstgesteuertes Lernen fördern kann, ohne den Studierenden fertige Antworten zu liefern. Gemeinsam mit einer studentischen Hilfskraft entwickelte er einen Open-Source-Chatbot und ein wiederverwendbares Framework für die Hochschullehre. Durch gezielte Fragen werden Studierende dazu angeregt, eigenständig zu denken und Lösungswege selbst zu entwickeln. Die positiven Evaluationsergebnisse bilden nun die Grundlage für den weiteren Ausbau und den Transfer in andere Lehrkontexte.
Wir sind gespannt, welche Entwicklungen die 15 neuen Projekte anstoßen werden, und wünschen allen beteiligten Studierenden, Lehrenden und Forschenden viel Freude, Erfolg und inspirierende Erkenntnisse bei der Umsetzung!