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Postdoc Plus

 

Unsere Postdocs

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Dr. Noha Abdel-Hady

Postdoc Plus-Stipendiatin 2019/2020

Dr. Noha Abdel-Hady, geb. 1985 in Hamburg, promovierte 2017 an der Akademie der Weltreligionen in Hamburg. An der Universität Hamburg studierte sie zuvor Islam-, Politik- und Religionswissenschaft. Durch ihre Promotion und der Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Weltreligionen, der Universität Hamburg und dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Familienrecht konnte sie ihre akademische Forschung vertiefen und interdisziplinär gestalten. Durch ihre langjährige Tätigkeit als Projektleitungsmitglied des Deutsch Evangelischen Kirchentags (DEKT) für das Podium „Muslime und Christen“, als auch durch ihr Engagement am Interreligiösen Frauennetzwerk, konnte sie desweiteren die theoretisch erworbenen Kompetenzen in eine praktische interreligiöse Netzwerkarbeit vertiefen und auf eine gesamtgesellschaftlichen Ebene übertragen. Neben der wissenschaftlichen Forschung bringt Dr. Abdel-Hady diverse paktische Erfahrungen im Bereich der interkulturellen Arbeit mit. Neben ihrer Arbeit als zertifizierte Mentoring- und Antidiskriminierungstrainerin war sie zuletzt als Projektkoordinatorin für ein Präventionsprojekt im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie Leben" der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration in Hamburg tätig. In Ihrem Postdoc-Projekt untersucht Dr. Abdel-Hady am Beispiel Ägyptens, wie sich das islamische Familienrecht in einer dynamischen Gesellschaft konstruiert. Hier soll sowohl die säkulare als auch die religiöse Diskussion im Mittelpunkt stehen. Auf transnationaler Ebene wird gefragt, welches Entwicklungs- bzw. Destabilisierungspotenzial genderspezifische Agenden für die Nahostregion bergen und welche Auswirkungen das auf die transnationalen Beziehungen der Nahoststaaten mit Europa hat.

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Dr. Marie Schölmerich

Postdoc Plus-Stipendiatin 2019/2020

Dr. Marie Charlotte Schölmerich (geb. Weghoff) hat ihre Dissertation zum Thema „Physiology and bioenergetics of the thermophilic acetogen Thermoanaerobacter kivui and the rumen bacterium Pseudobutyrivibrio ruminis“ in der Abteilung für Molekulare Mikrobiologie und Bioenergetik an der Goethe-Universität Frankfurt am 28. Juni 2018 mit summa cum laude abgeschlossen. Ihre Forschungsergebnisse wurden bereits in mehreren hochrangigen Journalen publiziert und auf nationalen und internationalen Fachtagungen präsentiert. An der Universität Hamburg untersucht sie nun das Zusammenspiel urtümlicher Mikroorganismen mit Nanopartikeln, die den Bakterien neue Eigenschaften verleihen. Mehr Informationen sind auf der Seite der Abteilung für Mikrobiologie und Biotechnologie an der Universität Hamburg verfügbar.

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Dr. Ilhan Dögüs

Postdoc Plus-Stipendiat 2018/2019

Dr. Ilhan Dögüs (geboren in 1983, in Elbistan, Türkei) hat seine kumulative Doktorarbeit „Essays on financialisation, market concentration and wage dispersion” im November 2017 an der Universität Hamburg mit „magna cum laude“ verteidigt. Er hat schon zwei Publikationen in internationalen Fachzeitschriften. Während seiner Tätigkeit am Fachbereich Sozialökonomie als wissenschaftlicher Mitarbeiter hat Dr. Dögüs die Vorlesung „Wachstum und Verteilung“ und Übungen für „Grundkurs für VWL“ angeboten und bei fast zehn internationalen wissenschaftlichen Konferenzen und Workshops Vorträge gehalten. Seine Forschungsthemen sind Lohnspreizung, Marktkonzentration und Finanzialisierung. Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Fachbereichs der Universität Hamburg.

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Dr. Nataliya Chukhrova

Postdoc Plus-Stipendiatin 2018/2019

Nataliya Chukhrova stammt aus dem südlichen Teil Russlands, dem Nordkaukasus, gelegen zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer. Sie hat ein Germanistik-Studium mit Nebenfach Anglistik mit Auszeichnung abgeschlossen und ist im Anschluss nach Hamburg gekommen, um Betriebswirtschaftslehre an der Universität Hamburg zu studieren. Dieses Studium absolvierte sie als Jahrgangsbeste und arbeitete anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Statistik und Ökonometrie an der Fakultät für Betriebswirtschaft gearbeitet. Promoviert zum Dr. rer. pol. wurde sie zu einem Thema aus der statistischen Testtheorie/Theorie der unscharfen Mengen mit Anwendungen in der statistischen Qualitätssicherung. Nach erfolgreichem Abschluss der Promotion widmete sie sich primär dem Verfassen und Veröffentlichen wissenschaftlicher Artikel in international renommierten Fachzeitschriften . Als Post-Doktorandin am Lehrstuhl für Mathematik und Statistik an der Universität Hamburg wurde sie von der Fakultät für Betriebswirtschaft über ein Postdoc-Stipendium unterstützt und von der Claussen-Simon-Stiftung in das Postdoc-Plus Stipendienprogramm aufgenommen. Ihr Forschungsinteresse gilt vor allem dem breiten Feld des Soft Computing, insbesondere Fuzzy Statistics, Fuzzy Hypothesis Testing und Machine Learning, mit Anwendungen in den Bereichen Versicherung und Finanzen, der Prozess-/Qualitätskontrolle sowie der Gesundheitsökonomie. Derzeit forscht sie an neuen Prozesskontrollkarten für den sog. high-yield-Bereich, der aktuell in der industriellen Qualitätskontrolle und in der Gesundheitsüberwachung immer mehr an Bedeutung gewinnt.

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Dr. Michael Zerjadtke

Postdoc Plus-Alumnus

Stereotype Bilder fremder Völker existieren bereits solange es Literatur gibt. Ihre Deutung ist jedoch insbesondere seit den letzten 100 Jahren erheblichen Schwankungen unterworfen. Dem naiven Quellenvertrauen des Positivismus folgte im Zuge des linguistic turn mit Verspätung auch die Geschichtswissenschaft. Diskursanalyse und Dekonstruktivismus ermöglichten neue Perspektiven auf die antiken Texte, erschütterten jedoch das Vertrauen in ihre Glaubwürdigkeit nachhaltig. Insbesondere die Beschreibungen fremder Völker durch Griechen und Römer werden als zweifelhaft angesehen und häufig werden die jeweiligen Diskurse mit der impliziten Annahme analysiert, die Aussagen hätten keinerlei Bezug zur historischen Realität, sondern würden ausschließlich bestimmte Stereotype wiedergeben. Im Falle fremder Völker ist dieser Vorwurf besonders kritisch, da diese Gesellschaften zumeist keine eigenen Schriftquellen hinterlassen haben und die griechischen und römischen Werke daher die einzigen Informationsquellen über ihr Funktionieren darstellen. In der Forschung ist es opinio communis, dass häufig erwähnte Merkmale bestimmter Völker, sogenannte Topoi, aus Theorien über die Auswirkungen des Klimas auf die Menschen oder verallgemeinerten negativen Barbarenbildern abgeleitet sind. Analysen von Topoi bestätigen jedoch gelegentlich die tendenzielle Richtigkeit, wobei die Kerninhalte in den meisten Fällen zusätzlich mit Wertungen oder ethischen Erklärungen verbunden sind. Topoi sind somit keineswegs zwingend falsch, sondern können durchaus historisch korrekte Informationen über fremde Völker enthalten. Im Rahmen meines Projektes möchte ich darstellen, wie Erfahrungen aus der Interaktion mit fremden Völkern zur Entstehung von Stereotypen führen können. Bereits in der Deutung von kulturellen Eigenheiten entstehen häufig Missverständnisse, die wiederum zu negativ konnotierten Verallgemeinerungen führen. Durch wiederholte Bestätigung der kulturellen Eigenheit entstehen Stereotype, die Eingang in das kollektive Gedächtnis der antiken Gesellschaft finden. Historiographen griffen bei der fiktionalisierenden Ausgestaltung ihrer Werke wiederum auf diese Stereotype zurück, wodurch sie wiederum perpetuiert wurden. (Mehr Information auf der Seite der Universität Hamburg und auf  www.michael-zerjadtke.de ).

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Dr. Tim Ziemer

Postdoc Plus-Alumnus

Bereits vor der Entwicklung der verbalen Kommunikation diente das Gehör der räumlichen Orientierung. Diese evolutionsbiologische Beziehung des Gehörs zur Räumlichkeitswahnehmung prägt maßgeblich den Aufbau und die Funktionsweise des Gehörs, und den Zusammenhang zwischen physikalischem Schall (Akustik) und Klangwahrnehmung (Psychologie), die so-genannte Psychoakustik. Aspekte der Räumlichkeit findet sich in vielen Facetten der Musik wieder. Sie ziehen sich durch die Tradition der Kompositions- und Aufführungspraxis, die Geschichte des Musikinstrumentenbaus, und die Entwicklung von Lautsprechersystemen und Audiokodierungen. Dr. Tim Ziemer erforscht diesen Zusammenhang durch die Entwicklung psychoakustischer Audiotechnologie, wie Sonifikation für Navigation, Wellenfeldsynthese für Musikwiedergabe und Musikanalyse (Music Information Retrieval) in der Musikwissenschaft der Universität Hamburg und dem interdisziplinären Bremen Spatial Cognition Center der Universität Bremen. Erst durch die technische Anwendung der Psychoakustik lassen sich Zusammenhänge zwischen Akustik und Psychologie unter natürlichen Bedingungen analysieren; mit Musik, anstelle von künstlichen Testsignalen unter Laborbedingungen. Ein Großteil künstlerischer und technischer Meilensteine in der Musikgeschichte lässt sich anhand der Psychoakustik erklären, wie die Weiterentwicklung vom Cembalo zum Konzertflügel, die Umorientierung vom polyphonen Barock zur harmonischen Romantik und die Erweiterung von Stereo zu immersiven Lautsprechersystemen.

Informationen zu Tim Ziemers Forschungsaktivitäten, einige Klangbeispiele und viele Publikationen sind im Internet zu finden.


 

Ansprechpartner

Portraitfoto vonDr. Lukas Hoffmann

Dr. Lukas Hoffmann
Programmleiter Wissenschaft & Hochschule
hoffmann@claussen-simon-stiftung.de

Wissenschaft & Hochschule

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Mit der Förderung von Studierenden und Studienprojekten unterstützt die Claussen-Simon-Stiftung das akademische Lernen und Lehren.

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Für herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben wir Stiftungsprofessuren in verschiedenen Disziplinen.

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