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Opernstipendium

Mit dem Opernstipendium fördern wir ein Kompositions- und Promotionsprojekt in Kooperation mit der Hamburgischen Staatsoper und dem Institut für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.

Das Stipendium haben wir 2022 zum dritten Mal ausgeschrieben, nachdem es 2015 und 2018 vergeben wurde (siehe Unsere Geförderten). Das Stipendium umfasst eine monatliche Förderung von max. 1.500 Euro im Rahmen des Förderprogramms Dissertation Plus. Der künstlerische Teil der Dissertation besteht in der Komposition einer abendfüllenden Kammeroper, die in der opera stabile der Staatsoper Hamburg zur Uraufführung kommen soll. Die wissenschaftliche Arbeit erforscht mithilfe einer künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsmethode das in diesem Kontext entstandene Werk.

Unsere Partner

         

DOLLHOUSE von Clemens K. Thomas

Dritter Inhaber des Opernstipendiums ist ab 1. Oktober 2022 Clemens K. Thomas. Für die opera stabile der Hamburgischen Staatsoper wird er unter dem Titel "Dollhouse" ein Musiktheaterstück, komponieren, das in der Spielzeit 2024/25 zur Uraufführung kommen wird. Parallel dazu wird er im Rahmen unseres Stipendienprogramms Dissertation Plus eine künstlerisch-wissenschaftliche Dissertation erarbeiten, in der sich mit Strategien transmedialen Storytellings im Spannungsfeld zwischen Kunst, Vermittlung und Marketing beschäftigen wird.

1992 in Karlsruhe geboren, studierte Clemens K. Thomas an der Hochschule für Musik Freiburg Komposition bei Prof. Johannes Schöllhorn und Prof. Cornelius Schwehr sowie Cembalo bei Prof. Dr. Robert Hill. Seine zentralen Interessen gelten der kreativen Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition, der vokalen Musik (insbesondere Musiktheater) sowie der Begegnung zwischen Alltagsobjekten und Musikinstrumenten. Immer wieder geht es in seinen Kompositionen um das Spiel und das Spielerische, die Welt der Spielenden, das Spielzeug, das Instrumentalspiel. Sein Portfolio umfasst neben vokalen und musiktheatralen Stücke auch raumbezogene Kompositionen für Konzerte im Bergwerk oder in einem Bus sowie installative Arbeiten.

Clemens K. Thomas: "Die Gelegenheit, die Komposition eines abendfüllenden Musiktheaterwerks mit künstlerischer Forschung zu verbinden, ist einmalig! Ich freue mich auf diese neue Perspektive und das inspirierende Umfeld in Hamburg, das dieses Wagnis ermöglicht."

Dr. Jenny Svensson, Bereichsleitung Kunst & Kultur bei der Claussen-Simon-Stiftung: "Das Opernstipendium eröffnet einem oder einer jungen Komponist:in die einzigartige Chance, ein Musiktheaterwerk für eine renommierte Bühne zu schreiben, es dort zur Uraufführung zu bringen und gleichzeitig einen Doktortitel mit einer künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsarbeit zu erwerben. Die Verbindung von künstlerischem mit wissenschaftlich-forschendem Schaffen verdient es, verstärkt gefördert zu werden, da sie einerseits mit alten Denkmustern aufbrechen und gleichzeitig neue Karrieremöglichkeiten für junge Komponist:innen bedeuten kann."

Prof. Dr. Reinhard Flender, Direktor des Instituts für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg: "Künstlerische Innovation braucht einen Förderrahmen, in dem Theorie und Praxis miteinander verschränkt werden. Dies ist beim Opernstipendium der Claussen-Simon-Stiftung in idealer Weise gegeben, denn die theoretische Reflexion über die künstlerische Arbeit wird durch die Dissertation angeregt und die Uraufführung der neuen Musiktheaterkomposition von Clemens Thomas durch die Staatsoper professionell in die Praxis umgesetzt. Es ist zu erwarten, dass hier ästhetisch und musikdramaturgisch etwas völlig Neues entsteht."

Prof. Georges Delnon, Intendant der Staatsoper Hamburg: "Die Hamburgische Staatsoper vergibt regelmäßig Kompositionsaufträge und fördert damit die Entstehung und Rezeption Neuer Musik und neuer Musiktheaterformate. Gerade auch die Förderung junger Nachwuchskomponist:innen ist uns ein Anliegen, denen wir gerne mit der opera stabile einen Bühnenraum mit allen technischen und künstlerischen Möglichkeiten eines Opernhauses bieten."

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