–
Ausstellung: FIRE. From the Cosmos to the Commons
Programmreihe: Fünf Jahre – Fünf Elemente. Element 2: Feuer
FIRE präsentiert eine Reihe ortsspezifischer Arbeiten von Hamburger und internationalen Künstler:innen, die sich mit der politischen, ökologischen und spirituellen Dimension des Feuers in Zeiten akuter gesellschaftlicher Dringlichkeit auseinandersetzen. Im Zentrum steht das heute allgegenwärtige Gefühl einer herannahenden Katastrophe und die Frage, wie sich Gift in Medizin, Verwirrung in Stärke, Verlust in Erneuerung und Widerstandskraft verwandeln lassen.
Die Ausstellung findet am Mahnmal St. Nikolai statt, einer ehemaligen Hauptkirche Hamburgs im Herzen der Hansestadt, die im Laufe ihrer Geschichte zweimal durch Brände zerstört wurde. Sie ist heute ein Ort des Erinnerns und der Begegnung. Täglich wird das Mahnmal von tausenden Besucher:innen aufgesucht; es ist ein Ort, an dem die Erinnerung an Zerstörung und die unwiederbringlichen Folgen menschlichen Handelns auf Hoffnung trifft – und Raum für Reflexion und Heilung entsteht. Vor diesem Hintergrund fragen die zeitgenössischen Kunstwerke, demokratisch, zugänglich und zugleich vielschichtig präsentiert, wie sich der Kreislauf von Zerstörung und Erneuerung durchbrechen lässt und welche Wege hin zu einer gewaltfreien, planetarischen Koexistenz denkbar sind.
Wir betrachten die Ursprünge des Begriffs „Apokalypse” und seine griechischen Wurzeln „apokalypsis”, die „Enthüllung” und „Suche nach der Wahrheit” bedeuten, in diesem Sinne ist die Apokalypse stets gegenwärtig. Insbesondere außerhalb westlicher Rahmenbedingungen haben indigene und kolonisierte Völker sie als Denkfigur genutzt, um ihre Erfahrungen mit endzeitlichen Traumata durch koloniale Gewalt und ökologische Zerstörung zu erzählen. Die FIRE-Ausstellung setzt sich mit dem derzeitigen katastrophalen Weltzustand, der Notwendigkeit von Handlung und Repair und mit Kritik und Hoffnung auseinander. Mit der Überzeugung, dass Kunst dabei hilft, eine kollektive Widerstandsfähigkeit aufzubauen, und uns Auswege aus der Krise aufzeigt. Getreu dem Ausspruch Antonio Gramscis „Pessimismus des Intellekts, Optimismus des Willens“ vermittelt die Ausstellung, dass man selbst unter schwierigsten Bedingungen an die Kraft des Kollektivs, der Kreativität und des politischen Willens glauben sollte, um Realität zu verändern.
Künstler:innen: Hala Alnaji, Billy Bultheel, Saodat Ismailova, Nikita Kadan, Hamedine Kane, Annette Kelm, Lene Markusen, Mark Morris, Neda Saeedi, Mikołaj Sobczak, Cecilia Vicuña & Coco Bergholm.
Kuratiert von Joanna Warsza, Stadtkuratorin Hamburg
Eröffnungswochenende: Samstag, 20.6., 17:00-21:00 & Sonntag, 21.6., 13:00–19:00
Satellitenprojekte:
Keiner rannte von Andrey Klassen, Kunsthaus Hamburg im Projektraum Admiralitätstraße 75
Kuratiert von Anna Nowak, Geschäftsführung und Künstlerische Leitung des Kunsthaus Hamburg
Eröffnung 6.6., 12:00
Ausstellungsdauer: 7.6.–20.9.2026
Sunflower Fields von Agnes Denes, Kunstinstallation am Hammaburg-Platz
Eröffnung 21.6., 16:30–18:00
Ausstellungsdauer: 21.6.–21.9.2026
Mehr Informationen auf der Website der Stadtkuratorin Hamburg.
Gefördert durch die Claussen-Simon-Stiftung.