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Ausstellung: Four Eyes, One Moon

Ausstellung in der Maison Heinrich Heine in Paris

Maison Heinrich Heine -Cité internationale universitaire de Paris 27C Boulevard Jourdan 75014 Paris 18.3. 19:30 – 12.4. 18:00 Uhr

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© Simone Kesting / Bastain Jentschke

Wie kann etwas Unfassbares Gestalt annehmen? In ihrer Arbeit erforscht Simone Kesting die Spannungen zwischen immateriellen Zuständen und körperlicher Präsenz. Ihre Zeichnungen bringen fragile Konstruktionen hervor, die aus erlebten Situationen, inneren Zuständen und Kommunikationsprozessen entstehen und sich nach und nach im Raum entfalten.
Die Werke der Ausstellung „Four Eyes, One Moon“ haben ihren Ursprung in den ersten Monaten nach der Geburt ihrer Tochter – in jenen späten Abendstunden, in denen die Künstlerin, überwältigt von anhaltendem Schlafmangel, zu zeichnen begann. Aus Erinnerungen, Beobachtungen und inneren Bildern formen sich fragmentarische Erzählungen, die in einem ambivalenten, traumartigen Zwischenraum verortet sind und einer eigenen stillen Logik folgen.
Die Silhouetten schwanken zwischen Präsenz und Abwesenheit, Nähe und Distanz. Sie gleiten von einem physischen Zustand in den anderen, materialisieren sich und zerstreuen sich sogleich wieder. Auf Keramik und Druckplatten werden diese flüchtigen Zustände festgehalten, versiegelt, eingeschrieben – und nehmen so die Form von Objekten an.
So erscheinen die Werke dem Blick als zu Materie gewordene Zwischenmomente – sie zeigen sich und entziehen sich zugleich, oszillierend zwischen Sichtbarkeit und Verborgenheit, Fragilität und Widerstand.

Die Ausstellung ist die dritte Ausgabe der Ausstellungs- und Künstlerresidenz-Partnerschaft zwischen Maison Heinrich Heine und Claussen-Simon-Stiftung.

Die Ausstellung ist vom 18.03. bis 12.04. zugänglich:
Montag bis Samstag von 10 bis 18 Uhr, Sonntag von 10 bis 16 Uhr.