Geduld & Ekstase
Show-Case und Netzwertktag mit Masterclasses & Peer-to-Peer Formaten
5. & 6. Februar 2026
Die Masterclasses im Überblick
Zwischen Antragsfristen und Kostenfinanzierungsplänen, Inhaltsverzeichnissen, Skizzen und der achten „Fassung 4.6.“ ist die größte Ekstase, die wir uns manchmal vorstellen können, ein bisschen Zeit zum Spielen. Ein bisschen Zeit, um künstlerisch und ganz ohne Absicht ekstatisch zu werden. Wir laden euch darum zu einer gemeinsamen Schreib-, Sound- und Zeichenimprovisation ein. Ihr müsst nichts vorbereiten und nichts können.
Vielleicht gehen wir hinterher alle mit einer eigenen kleinen Zine-Sammlung nach Hause, das wäre schön. Wir freuen uns auf Euch!
Kunst entsteht immer in Zusammenarbeit, egal ob eine Person alleine an der Spitze steht oder man sich als Kollektiv organisiert. Aber wie funktioniert eigentlich gute Zusammenarbeit? Welche persönlichen Muster begleiten mich dabei? Und wie kann ich aus vergangenen Reibungen lernen?
Während in künstlerischen Ausbildungen der Fokus auf kreativen Techniken liegt, rückt in der Berufspraxis das Thema Zusammenarbeit und der Wunsch nach einer angenehmen Arbeitsatmosphäre ins Zentrum. Tools wären hilfreich, doch oft fehlt die Zeit, sich explizit mit diesen zu befassen. In diesem Workshop teilen Antonia Rehfuess und Anja Kerschkewicz ihre Erkenntnisse aus ihrer langjährigen Erfahrungen mit kollektivem Arbeiten in den darstellenden Künsten und schaffen Raum, sich mit konkreten Werkzeugen für (kollektive) Zusammenarbeit zu befassen.
Ausgehend von körperlichen und reflexiven Übungen sammeln wir Erfahrungen aus der Gruppe. Wir schauen gemeinsam darauf, wie wir uns in Gruppen verhalten, welche Muster wir beobachten und wie diese Dynamiken gemeinsame Arbeitsprozesse beeinflussen. Ihr bringt als Expert:innen eurer eigenen Praxis ungelöste Fälle aus früheren Zusammenarbeiten mit. In der kollegialen Beratung bearbeiten wir ein bis zwei dieser Fälle gemeinsam, um daraus übertragbare Handlungsoptionen zu entwickeln.
Der Workshop bietet Raum für Austausch, strukturierte (Selbst)Reflexion und gegenseitige Wertschätzung. Ziel ist es, mit der Erfahrung und Kreativität der Teilnehmenden neue Impulse für künftige Zusammenarbeit zu sammeln.
Wie begreife ich selbst meine Kunst, und wie wird sie anderen begreiflich? Wie dringe ich vor zu meiner intrinsischen Motivation, was ist mein Ausgangspunkt, mein Problem, mein Wunsch? Wie überführe ich diesen Antrieb in bestimmte Textsorten? Wie beschreibe ich darin meine Kunst in ihrer Besonderheit? Und gibt es andere Möglichkeiten neben der Sprache mich in einer Bewerbung zu profilieren?
Gemeinsam widmen wir uns diesen Fragen, lassen aber auch Aspekte wie einen realistischen Zeit- und Kostenplan, Check-Listen oder den Einsatz von KI nicht außer Acht.
Außerdem können wir eure aktuellen Projektskizzen und Konzepte besprechen. Bitte sendet diese vorab (bis zum 30. Januar) an Vera (mail@veradrebusch.de), damit wir uns darauf vorbereiten können.
Fotos: (c) Nadine Schwickart/Matthias Baus
In diesem Workshop widmen wir uns den wichtigsten Schritten der Selbstvermarktung. Gemeinsam ergründen wir folgende Fragen: Wo sehe ich mich als Künstler:in?
Was möchte ich, kann ich, sollte ich wo und wie kommunizieren? Verfolgst Du eine Strategie? Wir widmen wir uns Deiner digitalen Kommunikation und analysieren, wie der richtige Einsatz von Text und Bild einen Mehrwert für Dich generieren kann, und überprüfen, wie Du effektiv relevante Inhalte teilen kannst. Ebenso definieren wir Deine unterschiedlichen Zielgruppen: Auftraggebende, Publikum, Kaufende und potentielle Unterstützende sowie die entsprechenden Kommunikationswege.
Mit Anna Nowak, Kuratorin sowie Geschäftsführung und Künstlerische Leitung am Kunsthaus Hamburg und Stephanie Haase, Direktorin Classics bei Warner Music Central Europe.
Programm
Donnerstag, 5. Februar 2026
Wir starten unseren stART.up-Netzwerktag bereits am Donnerstag mit einem Show Case. Bitte seid pünktlich um 18 Uhr in der Stiftung.
Die stART.up-Alumni:ae Alex Hojenski, Jasmine Fan und Simon Kluth berichten während des Show Case von ihrer Zeit in Paris mit unserem Residenzstipendium dépARTS. In dem Künstler:innengespräch geben sie Einblick in die vor Ort entstandenen Werke und erzählen von der Arbeit an und mit der Fondation Fiminco.
Einen Einblick in die Residenzen, die wir in Kooperation mit der Fondation Fiminco und der Maison Heinrich Heine anbieten, findet ihr auch in unserem neuen YouTube-Video!
Bei einem gemeinsamen Abendessen bietet sich viel Raum und Zeit, um über das im Show Case gehört zu sprechen, sich mit neuen und alten Bekannten auszutauschen, in Erinnerungen zu schwelgen und neue Pläne zu schmieden.
Pünktlich um 21:30 Uhr ist Schluss, damit wir alle fit für die Workshops und Mastercalsses am Freitag sind.
Freitag, 6. Februar 2026
Herzlich Willkommen beim stART.up-Netzwerktag!
Beginnt den Tag mit einer entspannten Ankunft und stimmt euch auf einen interessanten Tag ein.
Das Team der Claussen-Simon-Stiftung eröffnet den Netzwerktag in der Düne, unserem neu gestalteten Veranstaltungsraum.
Im Anschluss an die Willkommensworte werden wir ein Gruppenfoto machen, um den Moment festzuhalten. Als kleinen Throwback seht ihr hier nochmal das Gruppenfoto des Netzwerktags von 2024!
In der Kennenlernrunde haben wir Zeit, um miteinander in den Austausch zu kommen, alte Bekannte wiederzusehen und neue Gesichter kennenzulernen.
Und seid schon mal gespannt! In dieser Zeit findet eine musikalische Intervention statt!
Von Furioso bis Fermate
Geduld und Ekstase in der Musik
In diesem Intermezzo treten Blockflöte und Violine in einen spannungsreichen Dialog. Wir streichen, pusten, trillern und lauschen und erforschen das Verschmelzen unserer Klänge und die Kraft der Pausen. Wie stehen sich Klang und Stille gegenüber und wie viel von beidem braucht ein Stück? Welche Stille lädt zum Innehalten ein und welche ist voller Erwartung?
Mit Eva Wetzel & Luise Catenhusen
Genießt eine kurze Pause mit Kaffee, Tee und Franzbrötchen.
Um 11:15 Uhr gehen die Workshops und Masterclasses los. Bitte seid rechtzeitig in den Workshopräumen, sodass wir pünktlich beginnen können.
Von 11:15 - 13:00 Uhr findet der erste Teil der von euch gewählten Masterclasses und Workshops statt. Viel Spaß!
Genießt die Mittagspause und tauscht euch über das bisher gelernte aus.
Den Abschluss der Pause markiert ein Energizer von Patricia!
Bewegte Pause – zurück in den Körper
Ein kurzer Perspektivwechsel für Körper und Kopf: ein paar Minuten Bewegung, ein bisschen Musik und ganz viel neue Energie. Mit einem tänzerischen Energizer lädt stART.up-Alumna Patricia Carolin Mai nach dem Mittagessen zum gemeinsamen Auflockern, Auftanken und Ankommen für die nächste Workshoprunde ein.
Seid nach dem Energizer pünktlich um 14:45 Uhr in euren Räumen, damit der zweite Teil der Masterclasses und Workshops starten kann.
Fortsetzung der Masterclasses – teilt eure Erfahrungen, vertieft eure Kenntnisse, kommt ins Gespräch. Viel Spaß!
Zum Abschluss des inhaltlichen Teils kommen wir nochmal in der Düne zusammen. Was nehmt ihr von diesem Tag mit? Welche Gedanken und Impulse haben euch vielleicht in Ekstase versetze? An welcher Stelle ist noch Geduld angesagt, um Ideen wachsen zu lassen?
Für das Abendprogramm wechsel wir den Ort!
Wir treffen uns auf Kamnagel wieder. Dort werden wir zunächst gemeinsam bei Peacetanbul essen und im Anschluss die Performance "Post-Orientalist Express" von Ahn Eun-Me besuchen.
Wir treffen uns um 18:30 Uhr im Peacetanbul. Das Restaurant ist direkt auf dem Gelände von Kampnagel. Dort stärken wir uns und können in lockerer Runde über die Erfahrungen des Tages sprechen.
Für diesen Programmpunkt müsst ihr euch gesondert anmelden.
Zum Abschluss unseres Netzwerktages besuchen wir gemeinsam die Tanzperformance "Post-Orientalist Express" von Ahn Eun-Me.
In POST-ORIENTALIST EXPRESS entwirft die südkoreanische Choreografin Eun-Me Ahn einen eindrucksvollen und visuell opulenten Abend, in dem vielfältige kulturelle und choreografische Perspektiven aufeinandertreffen und sich kraftvoll neu definieren. Gemeinsam mit acht Tänzer*innen taucht sie tief in die reichen Traditionen und fließenden Bewegungen Asiens ein, fordert die Darstellungen Asiens – vom Kaukasus über den indischen Subkontinent bis nach Japan – heraus und interpretiert sie neu. Legenden, Kostüme, Musik, Bewegungen und Popkultur nutzt Eun-Me Ahn gezielt, um Klischees sichtbar zu machen – nur, um sie anschließend zu verdrehen und ins Absurde zu übersteigern. So entsteht eine kraftvolle Choreografie, die über die Gegensätze von Tradition und Moderne hinausweist.
(Text von Kampnagel)
Hier bekommt ihr einen Eindruck.
Für diesen Programmpunkt müsst ihr euch gesondert anmelden.
Aufnahme von "hard_break </3" von Marco Merenda
Fotografie: Marie-Theres Böhmker
Titelbild: Ausschnitt aus einer Fotografie der Performance "Hard_break </3" von Marco Merenda, (c) Marie-Theres Böhmker