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#waszählt! #stiftung

Summertime: Tipps für Draußen, Drinnen, Herz, Bauch und Kopf

Das Team der Claussen-Simon-Stiftung

von Dr. Regina Back:

Hans Rosling: Factfulness. Wie wir lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist, Berlin 2019. Ein ungeheuer spannend zu lesendes und äußerst erkenntnisreiches Buch, das einem manche Überraschung beschert. Unsere Vorstellung von der Welt und unsere Weltsicht werden darin auf den Prüfstand gestellt, und manches sicher zu wissen Geglaubte weicht besserem Wissen.


von Susanne Lea Radt:

Als Garten-Liebhaberin kann ich nur empfehlen, den Sommer für die Verwandlung von Gemüseresten in neue Pflanzen zu nutzen! Das geht ganz einfach und ist auch auf der sonnigen Fensterbank oder dem Balkon möglich. Für manches Gemüse benötigt man Erde oder Sand, für anderes lediglich ein Glas Wasser. Vielen ist sicherlich bekannt, wie man aus einem Avocado-Kern eine schöne Pflanze zieht. Aber wusstet Ihr, dass eine Vermehrung auch mit Sellerie, Frühlingszwiebeln, Salat und sogar so ausgefallenen Leckereien wie Kurkuma, Ananas oder Zitrusfrüchten funktioniert? Weitere Infos findet Ihr z.B. hier. Viel Spaß beim Upcycling-Gärtnern, Staunen und Schlemmen!


von Sarah-Isabel Conrad:

„Kommt in die Felder, Wiesen und Wälder!“ könnte das Motto für diese Zeit sein. So lautet auch der Titel eines Buches, erschienen bei arsEdition, mit Gedichten und Reimen für jeden Tag des Jahres (inklusive 29. Februar!). Zahlreiche Klassiker sind darunter, aber auch Verse unbekannterer Autorinnen und Autoren. Toll illustriert, bietet das Buch besonders gemeinsam mit Kindern jeden Tag etwas zu entdecken. Rauszugehen ist in Zeiten von Corona ohnehin das Gebot der Stunde, also: Jeden Tag ein Gedicht! – und dann raus in die Felder, Wiesen und Wälder! (siehe zum Beispiel Tim Hoffs Tipp smiley)


von Henny Friedrich:

Feierabend-Fahrradtour nach Entenwerder: Von den Deichtorhallen aus führt der Stadtdeich durch die Industrieromantik des Oberhafens bis zum Elbpark Entenwerder. Hier angekommen kann man im Park entspannen, vergleichsweise ungestört Yoga machen oder im schwimmenden Café „Entenwerder 1“ Kuchen, Fischbrötchen und Kaltgetränke mit Blick auf’s Wasser genießen. Auf dem grünen Ring mit dem Fahrrad einmal rund um Hamburg herum: Auf rund 110 Kilometern führt der „Grüne Ring“ Fahrradbegeisterte einmal rund um Hamburg herum - durch Schrebergärten, Parks und Naturschutzgebiete, Fährfahrt inklusive. Am Ende spürt man jeden Muskel, aber es lohnt sich!


von Dr. Lukas Hoffmann:

Das Buch des Jahres ist für mich bisher (und ich glaube auch nicht, dass es noch überboten wird) „Max, Mischa und die Ted-Offensive“ vom norwegischen Autor Johan Harstadt. 1300 Seiten spannen sich von einer Kindheit in Norwegen über Jugend und Erwachsenenalter in den USA. Theater, Bildende Kunst, Liebe, Heimat und retrospektiv der Vietnamkrieg sowie Francis Ford Coppolas „Apocalypse Now“, erzählt durch die Lebensgeschichten von vier sehr unterschiedlichen Charakteren, sind die Hauptthemen, vieles andere findet sich aber auch noch in diesem großartig erzählten Roman.

Und visuell habe ich mich im Zuge der Black Lives Matter Demonstrationen dem großartigen Dokumentarfilm „I Am Not Your Negro“ über den US Autoren und Aktivisten James Baldwin gewidmet. Auch sehr empfehlenswert und bei der Bundeszentrale für Politische Bildung sogar kostenlos zu streamen.


von Elena Zubiaurre:

Bei schlechtem Wetter und/oder Quarantäne, welche im Hamburger Sommer durchaus vorkommen könn(t)en, empfehle ich eine Flucht ins sommerliche Italien mit der Netflix-Serie „Summertime“. Eine mittel spannende Liebesgeschichte, aber eine ganz wunderbare Farbpalette vom azurblauen Meer bis zu tieforangenen Sonnenuntergängen. Bitte in Originalsprache schauen! 

Dazu eine Horchata trinken: 150 Gramm Langkornreis waschen und mit einem halben Liter heißem Wasser und einer Zimtstange in einem Topf über Nacht stehen lassen. Zimtstange rausnehmen und die Mischung mit einem zusätzlichen halben Liter kaltem Wasser, Vanillezucker und Prise Salz mixen. Dann durch ein Passiertuch (Käsetuch, Mulltuch etc.) drücken, die Flüssigkeit anschließend kaltstellen und mit Zimt servieren.


von Alexandra Kuchel:

Wenn dieser Sommer wieder so heiß wie der letzte werden sollte, dann gibt es von mir gleich zwei Tipps, die man auch wunderbar miteinander kombinieren kann:
Zuerst wäre das die Krimireihe „Lost in Fuseta“ von Gil Ribeiro. Sie handelt von dem autistischen Austauschpolizisten Leander Lost, den es in die Provinz Portugals verschlagen hat und der dort auf sehr eigene Weise spannende Kriminalfälle löst. Auch die Beschreibung der portugiesischen Gegebenheiten und Landschaften kommt nicht zu kurz. Toll für alle, die dieses Jahr nur vom Urlaub in fremden Gefilden träumen können. Und wer beim Lesen dieser Lektüre und der darin erwähnten portugiesischen Leckereien Hunger bekommt, der kann sich ein wunderbares Sommeressen bereiten. Eine Spanische Gazpacho (kalte Gemüsesuppe), mit Knoblauchbrot, oder Feta-Würfeln, aber auch pur ein Genuß, wenn es so richtig warm draußen ist.

Man benötigt hierfür:

  • 1-1,5 Liter gekochte Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe (fertige Brühe nach Wahl) – die Menge hängt davon ab, ob man es lieber gemüsig oder suppig mag
  • 1x Salatgurke
  • 1x gelbe Paprika
  • 1x orange Paprika
  • 1x Dose Pizzatomaten
  • 1x große Zwiebel
  • wer mag: eine Knoblauchzehe
  • etwas Tabasco
  • Pfeffer, evtl. etwas Chili

Den Topf mit der Brühe direkt nach dem aufkochen in ein kaltes (evtl. mit Eiswürfeln) Wasserbad stellen. Dann die Pizzatomaten hinzugeben. Nacheinander sämtliche Gemüse in der Moulinette zerkleinern und in den Topf geben. Wer es mag, wartet nun, bis die Suppe richtig kalt ist und serviert dann dazu Knoblauchbrot, oder in Würfel geschnittenen Fetakäse. Aber wer es nicht so kalt mag – die Suppe schmeckt auch warm unheimlich gut!


von Tim Hoff:

Mit Zweirad und Smartphone auf ins Mikroabenteuer! Fast jede Region in Deutschland hat wunderschöne, eher unbekannte Ecken. Mit Apps wie Komoot und dem für mich favorisierten Fortbewegungsmittel Fahrrad lassen sich diese ganz einfach erkunden – im Sommer sogar zum Mikroabenteuer steigerbar mit Übernachtung unter freiem Himmel. Einfach mal im 50km Umkreis um den eigenen Wohnort nach reizvollen Strecken und Orten schauen, dann Freunde und/oder Familie einpacken und los geht’s. Wer nach Inspirationen sucht, wird im Netz unter dem Stichwort „Mikroabenteuer“ oder eben bei Komoot fündig. Frei nach dem Motto der Mikroabenteuer-Community: „Raus und machen!“ 


von Christine Geupel:

Wenn im Sommer Bananen zu schnell überreif werden und man sie so nicht mehr gerne essen mag, empfehle ich sie ins Tiefkühlfach zu legen. Tiefgefroren ist sie noch lange haltbar. Bei Bedarf einfach rausholen und zusammen mit Milch, Joghurt oder auch weiteren Früchten mit dem Mixer pürieren. So entsteht je nach Flüssigkeitsmenge in Windeseile ein super leckeres Bananeneis oder ein Milchshake. Und beim Genießen empfehle ich einen Podcast zu hören. Wie wäre es, mit 40 in die Rente zu gehen? Ideen für ein „besseres Leben“, von Frugalismus bis hin zu der Frage, warum wir eigentlich immer noch nicht umweltfreundlicher leben, obwohl wir alle wissen, wie notwendig das wäre, werden im Podcast „Smarter leben“ von der Spiegel aufgegriffen.  


von Maria Eplinius:

Im Sommer Sport treiben? Das kommt man ja so schnell ins Schwitzen. Mein absoluter Tipp für eine sportliche Betätigung ohne große Schweißperlen und mit Stil ist Krocket! Diese wunderbare Präzisionssportart benötigt einen Rasenboden, eine kräftigen Schwung im Arm und ein Gefühl für die Schlagkraft. Mein Tipp: Kreuzt die gelben Tore gerne übereinander. Ich wünsche euch viel Spaß beim Spielen und passt gut auf beim Schwung holen!


von Dr. Jenny Svensson:

Siri Hustvedt: The Summer Without Men: Ein Buch für Männer und Frauen über Männer und Frauen. Mit Wut und Trauer, aber auch mit sehr viel Humor schildert die Literaturdozentin Mia, wie sie sich nach einem Konflikt mit ihrem Ehemann eine Auszeit in ihrer Heimatstadt gönnt und einen Sommerkurs in Poesie für heranwachsende Mädchen gibt. Die generationsübergreifende Begegnung zwischen der Hauptprotagonistin, den Teenagerinnen und den Bewohnerinnen des Pflegeheims, wo die Mutter von Mia wohnt, eröffnet ihr neue Perspektiven auf ihre eigene Geschichte, aber auch auf die Geschichte von Frauen allgemein. Eine sehr schöne Sommerlektüre!


von Christine Lauck:

El Búho ist DJ, Produzent und Klimaaktivist. Als „Electronic Folk“ bezeichnet er sein Genre, und seine musikalische Heimat sind die „Wälder, Flüsse und Berge Lateinamerikas“. In seinem sphärischen Elektro vermischt er die Rhythmen und Melodien lateinamerikanischer Folklore und die Naturklänge des Amazonas, der Anden oder der mexikanischen Karibikküste. Nachdem er 2015 „A Guide to the Birdsong of South America“ mit den Klängen bedrohter Vogelarten herausbrachte, folgten diverse EPs und ein millionenfach geklicktes Boiler Room-Set in Tulúm. Nun erscheint am 26. Juni mit „A Guide to the Birdsong of Mexico, Central American and the Carribean“ Teil 2 des musikalischen Projekts, das als Vinyl und digitales Album beim Berliner Label Shika Shika erhältlich sein wird. Die Stücke verbauen rhythmisch und melodisch die Feldaufnahmen akut gefährdeter Vögel aus u.a. Nicaragua, Kuba und Jamaika. Kollaborierende der Platte sind das Garifuna Collective aus Belize, die nicaraguanische Elektro-Produzentin Tamara Montenegro oder das jamaikanische Dancehall Trio Equiknoxx. Nach Kostendeckung gehen die Erlöse an karibische, costaricanische und mexikanische Institutionen, die Programme zur Rettung, Rehabilitation und Brutpflege der Vögel finanzieren.

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