Zum Inhalt springen

Dr. Katrin Vernau bei den Hamburger Gesprächen für Kultur und Medien zu Gast

None

Mit dieser Feststellung machte Dr. Katrin Vernau, Verwaltungsdirektorin des WDR, am vergangenen Donnerstag klar, was den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR) auszeichnet, was es aber auch angesichts der Vielfalt digitaler Inhalte braucht, um diesen Wert zu stärken und in der Breite zur Geltung zu bringen. Sie war am 25. Januar 2024 unser Podiumsgast bei den Hamburger Gesprächen für Kultur & Medien in der Hochschule für Musik und Theater Hamburg  und sprach darüber, wofür wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk brauchen, wenn doch im Internet unendlich viele Inhalte verfügbar sind.

Der ÖRR steht vor einer Transformation. Katrin Vernau gab tiefe Einblicke, wie Strukturen sich verändern und welche Wege gegangen werden, um das Programmangebot an die sich verändernden Nutzungsgewohnheiten anzupassen. Online First – nach diesem Maßstab werden immer stärker auch die Programminhalte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gedacht, der sich im Wettbewerb um Aufmerksamkeit in der digitalen Welt mit ihren ganz eigenen Gesetzen behaupten muss, ohne seinen Markenkern zu verlieren. Gerade die Glaubwürdigkeit und die Qualität der Informationen können laut Vernau in diesem Umfeld der entscheidende USP sein.

Im Gespräch mit Moderator Prof. Manuel Hartung, Vorsitzender des Vorstands der ZEIT Stiftung BUCERIUS,
und Jule Lotz, Studierende des Kulturmangements, erörterte die Medienmanagerin auch, wie sich das lineare und nichtlineare Programmangebot mit den Bedürfnissen der Nutzer:innen in Balance bringen lässt – denn der ÖRR ist für alle da. Es sei gerade eine Stärke des ÖRR, Angebote für ganz unterschiedliche, auch kleine Zielgruppen in hoher journalistischer und künstlicher Qualität bieten zu können. Die Digitalisierung und ihre verschiedenen Ausspielungswege und -formate eröffneten hier große Chancen, attraktive Angebote für alle Teile der Bevölkerung machen zu können.

Mit Sonja Anders, künftige Intendantin des Thalia Theaters Hamburg, geht es am 25. April 2024 weiter. Sie wird in einem Impuls sowie im Gespräch mit Moderatorin Prof. Dr. Regina Back und mit dem Publikum Antworten auf die Frage diskutieren, wofür wir Theater brauchen, wenn wir in der Welt schon so viel Drama erleben.

Die Hamburger Gespräche für Kultur & Medien sind eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Instituts für Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und der Claussen-Simon-Stiftung.