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#waszählt! #homeoffice #Kultur in Zeiten von Corona #trotzdemengagiert

Fotoprojekt für und mit Senioren/-innen in Corona-Zeiten

Hanna Lenz, Fotografin, stART.up-Alumna

Was sehen Sie, wenn Sie aus dem Fenster blicken?

Welcher Gegenstand ist in dieser Zeit der wichtigste und wertvollste für Sie?

Wo verbringen Sie die meiste Zeit?

Fragen wie diese möchte ich zwölf Personen (ab 68) in ganz Deutschland über einen Zeitraum von zwei Wochen täglich stellen. Mein Name ist Hanna Lenz. Ich bin freiberufliche Fotografin und habe mir angesichts der Kontaktbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie ein Projekt überlegt, mit dem ich Senioren-/innen, die allein leben und jetzt isoliert sind, porträtieren, unterhalten und vernetzen will, ohne im physischen Kontakt mit ihnen zu sein. Erfreulicherweise unterstützt mich die Claussen-Simon-Stiftung finanziell bei der Umsetzung dieses Projekts mit ihrem "Was zählt!"-Fonds für Kunst- und Kulturschaffende der Claussen-Simon-Stiftung.
Diejenigen, die an dem Projekt teilnehmen möchten, lade ich ein, jede Frage mit jeweils einem Foto zu beantworten. Die Fotos sollen mit Einwegkameras gemacht werden, die ich den Protagonisten zusammen mit den Fragen in einem Paket schicke. Außerdem werde ich die Personen bitten, täglich zu notieren, wie es ihnen geht, was sie beschäftigt, was ihnen Freude oder Angst bereitet. Im Anschluss sollen die Einwegkameras voller Bilder und die schriftlichen Notizen an mich zurückgesandt werden. Um das Organisatorische, also auch, wie der frankierte Rückumschlag zum Briefkasten gebracht werden kann, werde ich mich bestmöglich kümmern.
Das Projekt richtet sich vor allem an die isolierten Menschen in unserer Gesellschaft: Senioren, die alleine Leben (ob in einem Seniorenheim, in einer eigenen Wohnung, auf dem Land oder in der Stadt) und die aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters zu einer Risikogruppe für COVID-19 gehören, Personen, die keine oder sehr wenige andere Menschen treffen.

Mit diesem Fotoprojekt möchte ich den Personen eine Beschäftigung und Aufgabe anbieten, die vielleicht zu Ablenkung und Strukturierung des Alltags und hoffentlich auch zu Spaß und Freude in dieser sehr besonderen Zeit führen. Im Anschluss erhalten alle mitmachenden Personen das Ergebnis des Projekts:

Das entstandene Puzzle aus Bildern und Texten der Protagonisten werde ich in einem Heft zu einem visuellen Austausch unter den beteiligten Personen zusammenfügen, das über den Alltag und die Gefühle von isolierten Menschen während dieser Pandemie erzählen wird. Dieses Heft und – bei Einwilligung – auch die Kontaktdaten der anderen Protagonisten erhalten die „Fotografen/-innen und Autoren/-innen“ nach Abschluss des Projekts. Außerdem möchte ich die Arbeit u.a. Magazinen und Zeitungen anbieten und sie auf meiner Website veröffentlichen. Deshalb ist auch die Einwilligung, dass ich die Fotos und Notizen verwenden und veröffentlichen darf, Voraussetzung zur Teilnahme. Die Protagonisten gehen ansonsten aber keine Verpflichtung ein, und es entstehen ihnen auch keine Kosten.
Das Projekt soll so schnell wie möglich beginnen, sodass die Pakete die Protagonisten noch in Zeiten der Corona-Maßnahmen erreichen. Falls Sie also eine Person kennen, z.B. eine Nachbarin oder einen Nachbarn haben, bei der/dem Sie denken, dass sie/er sehr alleine ist und diese Zeit fast ausschließlich ohne Kontakt zu anderen Menschen verbringt, würde ich mich sehr freuen, wenn Sie der Person von meiner Idee erzählen. Bei Interesse, freue ich mich sehr über eine Rückmeldung und die Kontaktdaten, so dass ich mich mit der Person in Verbindung setzten kann.

Vielen Dank und herzliche Grüße
Hanna Lenz

Kontaktdaten:
Lilienstraße 23, 23558 Lübeck
0176 26237008
info@hannalenz.com

www.hannalenz.com

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