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#WissensWerte

Zerwürfnisse und Zusammenhalt: Was kann Gemeinsinn im 21. Jahrhundert leisten?

Dr. Vincent August, Humboldt-Universität zu Berlin

Gespalten und zerstritten, diese Diagnose über unsere Gesellschaft verbreitet sich immer weiter. Die scharfen, mithin unversöhnlichen Töne in unseren Debatten erwecken den Eindruck, dass die Gesellschaft zerfällt. Die Corona-Pandemie hat dies eher bestätigt als geändert. Die anfängliche Euphorie, dass aus der Katastrophe der Pandemie eine solidarischere Gesellschaft mit mehr Gemeinsinn hervorgeht, ist der Ernüchterung gewichen. Gegenseitige Vorwürfe und politische Enttäuschung sind die Folge. Diese Erfahrung lässt nichts Gutes ahnen, wenn man auf die Herausforderungen blickt, die uns im 21. Jahrhundert gegenüberstehen – allen voran den Klimawandel. Was also kann Gemeinsinn noch leisten?

Moderne und Gemeinsinn: eine komplizierte Beziehung

Für viele Menschen ist Hannah Arendt zu einer Leitfigur des eigenen Engagements geworden. Sie hat mit einer Emphase für den Gemeinsinn geworben, wie es vor ihr seit langer Zeit niemand mehr getan hatte. Für Arendt war der Verlust des Gemeinsinns eine grauenvolle Vorstellung. Denn mit ihm ging die Fähigkeit verloren, andere Perspektiven mitzudenken, sich mit anderen zu verständigen und letztlich: mit ihnen gemeinsam zu handeln. Aber nur das Miteinanderhandeln ermögliche uns, gegen alle Wahrscheinlichkeiten und Widrigkeiten einen neuen Anfang zu setzen. Ohne Gemeinsinn geht daher für Arendt die Freiheit zugrunde. [1]

Allerdings haben viele diese leidenschaftliche Verteidigung einer republikanischen Bürgergesell-schaft als eine Nostalgie abgetan, die der untergegangenen Ideen-Welt der Antike nachtrauert. In modernen Gesellschaften ließe sich ein solches Ideal nicht halten, und zwar weder empirisch noch normativ. Denn die Beteiligungs- und Erfolgschancen sind zu ungleich verteilt, die politischen Institutionen folgen einer komplexen Eigenlogik, und die Lebenswelten sind zu ausdifferenziert, als dass man sich jemals auf ein Gemeinwohlideal einigen könne. Es diene also höchstens noch zur Ausschmückung politischer Sonntagsreden, während die Realität nach anderen Regeln spiele.

Eine solche Sicht blendet allerdings aus, dass keine der großen Strömungen der Moderne – Liberalismus, Sozialismus und Konservatismus – ganz auf den Gemeinsinn verzichten wollte. Doch worin Gemeinsinn eigentlich besteht, wie er sich praktisch äußert und welche institutionellen Arrangements ihn stützen, das ist überaus umstritten. Dabei haben sich zwei Modelle gemeinwohlorientierten Handelns besonders profiliert: die bürgerliche Zivilgesellschaft und die solidarische Gemeinschaft.

Die bürgerliche Zivilgesellschaft

Das Modell der bürgerlichen Zivilgesellschaft geht auf jene Form von Öffentlichkeit zurück, die das aufstrebende Besitz- und Bildungsbürgertum der Aufklärung gegen die alten Herrschaftsansprüche von Kirche und Staat ausbildete. Seinen eigenen Anspruch begründete das Bürgertum dabei mit seiner Fähigkeit zur unabhängigen, rationalen Diskussion. [2]

Die Vordenker dieses Modells – der Sozialreformer Jeremy Bentham etwa – plädierten für eine politische Ordnung, in der man sich nicht mehr auf den Gemeinsinn der politischen Akteure verlas-se, sondern ihr Handeln durch Verfahren einhegt, durch Transparenzpflichten einsehbar macht und durch eine kritische Zivilgesellschaft überwachen lässt. [3] Die Zivilgesellschaft war der watchdog der Politik, weil fernab der Verführungen der Macht ein interesseloses Interesse an der Sache selbst herrsche.

Im Unterschied zu Arendts Vorschlag hat Gemeinsinn damit seinen Ort gerade abseits der institutionellen Politik. Die Zuschreibung einer moralischen und kognitiven Überlegenheit der Zivilgesellschaft hat sich dabei bis in die Gegenwart erhalten. Doch während wir heute den Begriff der Zivilgesellschaft sehr breit verwenden, war hier eine spezifische Konstellation gemeint: Gemeinsinn realisierte sich in erster Linie in bürgerlichen Organisationen, die geteilte persönliche Interessen in die Diskussion einbrachten, dem Staat kritisch gegenüberstanden und zur Verbreitung der bildungsbürgerlichen Kultur beitrugen. Stiftungen waren von Beginn an ein zentrales Instrument, um diese Idee von Gemeinsinn auszuleben, zum Beispiel durch die Förderung von Wissenschaft und Kunst im Allgemeinen.

Die Konzeption der bürgerlichen Zivilgesellschaft hatte einen universalistischen Anspruch, war aber zugleich gegen die Partizipation der unteren Schichten, gegen einen imaginierten ›Mob‹ oder ›Pöbel‹ gerichtet. [4] Wenn ihre Vertreter nicht direkt Eigentum zur Bedingung der Partizipation machten, dann koppelten sie die legitime Teilnahme an einen Verhaltenskodex des ›guten‹ Betragens und ›sachlichen‹ Diskutierens – also an die habituellen Kompetenzen der bürgerlichen Mittelschicht. Die verbreitete und berechtigte Kritik, dass in der Zivilgesellschaft vor allem jene eine starke Stimme haben, die ohnehin finanziell gut situiert sind und eine höhere Bildung besitzen, hat also einen langen historischen Schatten.

Die solidarische Gemeinschaft

In vielerlei Hinsicht stellt das Modell der solidarischen Gemeinschaft einen Kontrapunkt zur bürgerlichen Zivilgesellschaft dar. Die ältere Idee der Solidarität wurde gerade von jener Schicht aufgenommen, die in der bürgerlichen Zivilgesellschaft der frühen Moderne eher an den Rand gedrängt worden war, dem Proletariat. Gemeinsinn realisiert sich hier in einer gelebten Gemeinschaft, die zugleich für das Ziel der Gerechtigkeit eintritt. Solidarität ist Gemeinschafts- und Kampfbegriff. [5] Die Erfahrung von Not, Elend und Leid schweißt zu einer moralischen Einheit zusammen, die sich in Vereinswesen, Arbeiterbildungswerken und politischer Bewegung organisiert und einer gerechten Sache verschreibt.

Diese eher sozialistisch-sozialdemokratische Variante solidarischer Gemeinschaft hat ein konservativ-christliches Gegenstück, das trotz seines eminenten Einflusses im 19. und 20. Jahrhundert gerne übersehen wird. [6] Im Unterschied zur sozialdemokratischen Variante wird Gemeinschaft hier auf die eigene und die übergeordnete christliche Familie bezogen, denen freilich jeweils ›Väter‹ vorstehen. Aus dieser religiösen und genealogischen Gemeinschaft entstehen Solidarpflichten gegenüber diesen ›Familien‹. Gemeinsinn realisiert sich dann etwa in Pflichterfüllung, Barmherzigkeit und Wohltätigkeit (Karitas).

Man hat in der Corona-Pandemie noch einmal die Hoffnung auf eine solidarische Gemeinschaft aufflackern sehen. [7] Am Beginn der ersten Welle zeigte sich, dass Solidarität ein effektiver Bewältigungsmechanismus für gesellschaftliche Probleme sein kann. Die Initiative der Menschen, zu Hause zu bleiben, Nachbarschaftshilfen anzubieten und Masken zu nähen, trug zur Eindämmung des Virus bei. Und sie entlastete den Rechtsstaat davon, das Verhalten der Menschen mit zwangsbewehrtem Recht pandemiekonform umzulenken.

Zum solidarischen Gemeinsinn gehört aber stets auch eine Opfer- und Folgebereitschaft, die durch die Gemeinschaft kontrolliert wird. Solidarisches Handeln im Sinne des Kollektivs wird prämiert, abweichendes Verhalten sanktioniert. Der Beifall für die Ärzt:innen und Pfleger:innen und die eifrige Meldung und Anfeindung vermeintlicher Ordnungswidrigkeiten waren zwei Seiten einer Medaille. Wer dabei zur Vorstellung der eigenen Gemeinschaft nicht passt, wird zudem leicht verges-sen oder gar aus der solidarischen Gemeinschaft ausgeschlossen, wie die rassistischen Ausfälle gegen ›asiatisch aussehende‹ Mitmenschen in der Pandemie zeigen.

Diese möglichen Nebenwirkungen haben dem Modell viel Kritik eingebracht. Denn man kann sie auch in der Geschichte der sozialistisch-sozialdemokratischen Bewegungen beobachten, haben sich die Parteien doch immer wieder unter scharfen Anfeindungen darüber zerstritten, ob man der reinen Lehre folgen oder pragmatische Kompromisse eingehen sollte. In den 1970er Jahren hat ein Unbehagen an der dogmatischen Kontrolle und Konfliktunfähigkeit des Marxismus viele dazu veranlasst, der Bewegung den Rücken zuzukehren und das Modell der liberalen Zivilgesellschaft wiederzuentdecken.

Über Funktion und Erosion des Gemeinsinns in der Gegenwart

Die beiden Modelle folgen also sehr unterschiedlichen Ideen davon, wo der Gemeinsinn verortet ist, ob er mit Gemeinschaft verbunden ist und wie Öffentlichkeit und Institutionen zu gestalten sind. Man kann aber auch sagen, dass sie damit unter der Hand die überaus vielfältigen Quellen offenlegen, die Menschen dazu bringen, sich für ein Kollektiv einzusetzen. Gemeinsinn ist in ihnen immer noch eine soziomoralische Ressource demokratischer Ordnungen und bildet die Grundlage einer engagierten, kritischen Öffentlichkeit – auch wenn sie diese unterschiedlich konzipieren.

Im besten Fall kann eine solche engagierte Öffentlichkeit gleich drei Funktionen erfüllen: Erstens dient sie als ein (Früh-)Warnsystem für soziale Probleme, wie es bei der Arbeiter- oder bei der Umweltbewegung der Fall war. Zweitens ist sie in der Lage, unterschiedliche, alternative politische Antworten auf diese neuen Herausforderungen aufzuzeigen und, wo sinnvoll, ergänzende Leistungen zu Markt und Staat anzubieten. Und schließlich kommen in der Öffentlichkeit Begegnungen zustande, es entspinnt sich eine gemeinsame Geschichte, die der Entfremdung zwischen den Bürger:innen und zwischen Bürger:innen und politischen Institutionen vorbeugen kann.

Demokratien sind insofern auf Gemeinsinn angewiesen, um sich selbst stabilisieren zu können. Und es gibt gute Gründe dafür, dass der Ruf nach mehr Gemeinsinn und Zusammenhalt lauter ge-worden ist. Der Wandel von einer Industrie- zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft löst alte Milieus und Allianzen auf – auch jene, die vormals die großen solidarischen Gemeinschaften unterfütterten. Die Politik hat diesen Wandel über lange Zeit mit sozialer Entsicherung und Deregulierung begleitet, was die soziale Ungleichheit erhöhte und zudem langfristiges Engagement erschwerte.

Gleichzeitig erleben wir immer stärker die Spätfolgen der Modernisierung, zum Beispiel den Klimawandel und strukturellen Rassismus. Bei der Bearbeitung dieser Probleme entstehen scharfe Konfliktlinien, weil neue Solidaritätsforderungen auf alte, lange bestehende Solidarerwartungen treffen, die sich nun einem Rechtfertigungszwang ausgesetzt sehen. Man wünscht sich dann auf jeder Seite mehr sozialen Zusammenhalt, schafft aber gerade dadurch schärfere Konflikte.

Die paradoxe Folge dieser Entwicklungen ist, dass die Menschen stärker in Auseinandersetzungen um die Zukunft der Gesellschaft hereingezogen werden. Die Spätmoderne ist also gerade nicht das Ende der kollektiven Selbstverständigung – eher im Gegenteil. Man muss sich nur von der Vorstellung verabschieden, dass dies eine harmonische Veranstaltung sein wird.

Die Zumutung kollektiver Selbstgestaltung

Die Sehnsucht nach Konsens und Unterstützung ist verständlich. Aber mehr Engagement, mehr Perspektiven auf die Welt führen eher zu mehr Konflikten. [8] Gemeinsinn besteht dann gerade darin, gemeinsam darüber streiten zu können, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Er ist ein Weg, um Konflikt und Kohäsion zusammenzubringen. Und solche Wege werden die spätmodernen Gesellschaften gehen müssen, um tragfähige Antworten auf die Sachherausforderungen des 21. Jahrhunderts zu finden.

Dieses Zusammenhandeln im Konflikt ist ein sehr anspruchsvolles Projekt. Denn die Einzelnen müs-sen den Mut aufbringen, sich in die öffentliche Auseinandersetzung zu begeben, ihre Position zu vertreten – und sich so der Kritik und Bewertung durch andere auszusetzen. Dadurch bilden sich Gruppen, die gemeinsam handeln und sich zugleich gegen andere Gruppen positionieren. Damit daraus nicht ein verhärtetes Gegeneinander wird, muss man stets auch die Standpunkte der anderen einnehmen, nachvollziehen und im Zweifel die eigene Position revidieren. Erst in einer solchen gemeinsamen Praxis von Konflikt, Dialog und Kompromiss realisiert sich Gemeinsinn.

Die Bürger:innen werden dafür auf institutionelle Unterstützung angewiesen sein. Für die gemeinsame Debatte werden geteilte Referenzpunkte ebenso benötigt wie die Vorstellungskraft für andere Sichtweisen. Dadurch erhalten Wissenschaft und Kultur eine besondere Rolle, weil sie kollektive Ankerpunkte anbieten – kontrollierte Erkenntnisse einerseits, geteilte Erzählwelten andererseits – und weil sie zugleich auf ihre je eigene Weise Kreativität und Weitsicht schulen. Dies zu fördern, fällt freilich in den klassischen Aufgabenbereich von Stiftungen. Sie können Projekte, Forschende und Künstler:innen selbst unterstützen, und sie können durch gezielte ideelle und finan-zielle Förderung Menschen an diese Bereiche heranführen, die nicht das Privileg hatten, damit aufzuwachsen.

Allerdings geht die institutionelle Dimension über die Leistungsfähigkeit einzelner zivilgesellschaftlicher Organisationen hinaus, und zwar nicht nur mit Blick auf Kultur und Wissenschaft. Man wird generell gegen die Prozesse von Prekarisierung und struktureller Ungleichheit anarbeiten müssen, weil sie die Bedingungen für das Engagement vieler Menschen unterlaufen. Und man wird neue politische Institutionen erfinden müssen, in denen die Bürger:innen selbst eigenverantwortlich verhandeln und kollektiv verbindlich entscheiden. Solche ›Bürgerräte‹ gehen sowohl über monothematische Initiativen und NGOs als auch über Volksentscheide deutlich hinaus. Denn sie machen die volle Pluralität der Perspektiven und den gesamten Prozess kollektiver Selbstgestaltung wieder konkret erfahrbar. In diesem Prozess liegt dann die Chance, selbst zwischen jenen Vertrauen zu stiften, die nicht einer Meinung sind.

Es gibt also viele Stellen, an denen man ansetzen kann, um Gemeinsinn zu fördern und damit unsere Gesellschaft auf die Konflikte des 21. Jahrhunderts besser vorzubereiten. Es wird dabei nicht ausreichen, nur die Bürger:innen immer wieder zu mehr Engagement, Solidarität, Nachhaltigkeit aufzurufen, ohne etwas an den institutionellen Rahmenbedingungen zu ändern. Um diese Veränderungen zu bewirken, bedarf es freilich bereits des Handelns unterschiedlicher Akteur:innen. Kollektive Selbstgestaltung ist daher das Versprechen und zugleich die Zumutung der Demokratie.


Dr. Vincent August ist Soziologe und Politikwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er war Gastwissenschaftler an der UC Berkeley, am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und ist Mitherausgeber des Theorieblogs. Soeben erschien sein Buch Technologisches Regieren, eine groß angelegte Geschichte über das Regierungsdenken im 20. Jahrhundert und den Aufstieg der Netzwerk-Gesellschaft. Er forscht aktuell über die Herausforderungen spätmoderner Politik, insbesondere über Kulturen von Konflikt und Zusammenhalt und zu Digitalisierung und Demokratie. Sein Beitrag ist in unserer Newsletter-Reihe #WissensWerte erschienen.


[1] Exemplarisch vgl. H. Arendt (2010). Vita activa oder Vom tätigen Leben, Piper.
[2] Klassisch dazu R. Koselleck (1973). Kritik und Krise. Eine Studie zur Pathogenese der bürgerlichen Welt, Suhrkamp, und J. Habermas (1990). Strukturwandel der Öffentlichkeit. Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft, Suhrkamp.
[3] Dazu vertiefend V. August (2018). Theorie und Praxis der Transparenz: Eine Zwischenbilanz. In Berliner Blätter, Nr. 76, S. 129-156. 
[4] Vgl. etwa P. Manow (2020). (Ent-)Demokratisierung der Demokratie. Ein Essay, Suhrkamp, S. 29-47.
[5] Zu diesen beiden Begriffen vgl. K. Bayertz (1998). Begriff und Problem der Solidarität. In Solidari-tät: Begriff und Problem (S. 11–53), Suhrkamp.
[6] Zu diesen beiden Traditionen der Solidarität vgl. S. Stjernø (2010). Solidarity in Europe, Cambridge University Press. Klassisch zur ›proletarischen Öffentlichkeit« vgl. O. Negt & A. Kluge (1990). Öffentlichkeit und Erfahrung: Zur Organisationsanalyse von bürgerlicher und proletarischer Öffentlichkeit, Suhrkamp.
[7] Ausführlicher dazu V. August (2020). Sehnsucht nach Solidarität? In Magazin der Kulturstiftung des Bundes, Nr. 35, S. 6-7.
[8] Ein ähnliches Phänomen am Beispiel Migration beschreibt A. El-Mafaalani (2018). Das Integrationsparadox. Warum gelungene Integration zu mehr Konflikten führt, Kiepenhauer und Witsch.

Foto: Esra Eres
 

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